Über uns

Chronik

Info: Unsere digitalisierte Chronik wurde leider Opfer eines Datenverlustes. Wir werden versuchen, die verlorengegangenen Bilder wieder zu digitalisieren und die Chronik dann neu formatiert wieder hochladen.

Diese Chronik wurde 1973 vom Schriftführer Josef Wöss angelegt, wobei die alte Chronik, die seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl im Jahre 1922 geführt wird, hiezu die wesentlichen Unterlagen geliefert hat.

Die Chronik wurde in den früheren Jahren teilweise sehr mangelhaft geführt, sodass eine Vollständigkeit nicht erreicht werden konnte.

Wesentliche Unterlagen lieferte auch die Festschrift, die anlässlich der 50- Jahrfeier 1972 verfasst wurde.

 

Die Chronik wurde geführt:

Von        1922    bis        1923    von      Ludwig Schlägl

Von        1923    bis        1932    von      Alois Kepplinger

Von        1932    bis        1938    von      Rudolf Barth

Von        1949    bis        1953    von      Josef Scheiblhofer

Von        1953    bis        1983    von      Josef Wöss

Von        1983    bis        1991    von      Leopold Steidl jun.

 

Feuerwehrchronik – Brandgeschichte

 

Durch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl (früher Ortsfeuerwehr der Gemeinde Schlägl) im Jahre 1922wurde ein allgemeiner Wunsch der Bevölkerung erfüllt; seitens der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach und des Landes Oberösterreich wurde die Gründung lebhaft begrüßt, weil dadurch eine bessere Brandbekämpfung im Gemeindebereich Schlägl gewährleistet war. Die Brandbekämpfung war in den damaligen Jahren noch seht schwierig, weil es hiefür noch keine technischen Einrichtungen wie Fahrzeuge und Motorspritzen gab, Beim Stift Schlägl bestand zu dieser Zeit bereits eine Art Betriebsfeuerwehr, die auch außerhalb des Stiftsbereiches zur Brandbekämpfung eingesetzt wurde. Die Stiftsfeuerwehr war den damaligen Verhältnissen entsprechend ausgerüstet, es mangelte aber oft an der notwendigen Mannschaft.

Herr Ludwig Schlägl, der damalige Verwalter des Stiftsmeierhofes, erkannte die Notwendigkeit der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr im Schlägl; er erwirkte daher beim Gemeindeausschuss, dem er auch selber angehörte, einen Gründungsbeschluss.

 

Am 23.Mai 1922 fasste der Gemeindeausschuss der Gemeinde Schlägl unter dem Bürgermeister Leopold Wöss aus Wurmbrand Nr5 den Beschluss der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr.

 

Am 4. Juni 1922 fand in der Stiftstaverne Schlägl in Anwesenheit der Vertretung der Gemeinde und des Stiftes Schlägl (Sr. Gnaden Hochwürden Abt Gilbert Schartner und Hochwürden Herr Kämmerer Benedikt Sobotta) die konstituierende Gründungsversammlung statt. Bei dieser Versammlung gab der Abt des Stiftes bekannt, dass die im Kloster vorhandenen Feuerwehrgeräte der neu gegründeten Wehr zur Verfügung gestellt werden, wobei sie aber weiterhin im Eigentum des Stiftes blieben. Es handelte sich um eine Handpumpe Baujahr 1850, um Hanfschläuche und Wasserkübel. die Geräte wurden später der Feuerwehr geschenkt. Bei de Gründungsversammlung sind folgende Männer und Burschen der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl beigetreten:

Ameseder Ludwig, Wurmbrand 11, Häusler

Barth Karl, Weichsberg 7, Bauerssohn

Fürlinger Franz, Schlägl 1, Kammerdiener

Gahleitner Leopold, Schlägl 71, Steinmetz

Gruber Josef, Geiselreith 6, Bauerssohn

Gruber Alois, Geiselreith 6, Bauerssohn

Glachs Anton, Baureith 4, Maurer

Kepplinger Franz, Natschlag 11, Bauerssohn

Kepplinger Alois, Natschlag 11, Bauerssohn

Krenn Josef, Schlägl 14, Schmiedmeister

Krenn Karl, Schlägl 14, Schmiedgehilfe

Lang Josef, Schlägl 1, Mesner

Leitner Leopold, Schlägl 19, Gattersäger

Leitner Adolf, Schlägl 19, Gattersäger

Öppinger Fritz, Unterneudorf 6, Steinmetz

Pfleger Franz, Schlägl 17, Kaufmann

Prieschl May, Natschlag 5, Zimmerer

Reinhardt Josef, Natschlag 16, Steinmetz

Resch Franz, Geiselreith 2, Bauerssohn

Resch Alois, Geiselreith 2, Bauerssohn

Resch Josef, Geiselreith 2, Lagerhalter

Schlägl Ludwig, Schlägl 8, Stiftsmaier

Schneeberger Alois, Unterneudorf 4, Bauerssohn

Simmel Josef, Schlägl 16, Tischlergehilfe

Schmidinger Franz, Natschlag 9, Bauerssohn

Wöss Josef, Unterneudorf 7, Bauerssohn

Wöss Josef, Geiselreith 3, Bauerssohn

Wöss Leopold, Wurmbrand 5, Bauerssohn

 

Am 11. Juni 1922 erfolgte in der Meierhofstube die Wahl des ersten Vorstandes. Es wurden gewählt: Zum

Obmann, Herr Ludwig Schlägl

Obmann Stellvertreter, Leopold Gahleitner

Steigerrottenführer, Josef Reinhart

Zeugwart, Josef Lang

Spritzenmeister, May Prieschl

Schriftführer und Kassier, Alois Kepplinger

 

Im Jahre 1922 fanden dann auch noch zwei Übungen statt, wobei festgestellt werden muss, dass das Schlauchmaterial schon schadhaft sei. Der Ankauf neuer Schläuche war daher sehr dringlich.

 

1923

Am 21. Jänner 1923 wurde bei Franz Schmidinger in Natschlag 9 ein Feuerwehrball veranstaltet, der einen Reingewinn von Kr. 1.197.000,- brachte. Dieses Geld wurde zum Ankauf neuer Schläuche verwendet.

 

Im Februar 1923 wurde durch die Feuerwehrmänner in der Gemeinde Schlägl eine Sammlung durchgeführt die ein Ergebnis von Kr. 1.323.600,- ergab.  Besonders hervorzuheben war das Sammelergebnis der Ortschaft Diendorf mit Kr. 506.000,-. Bei einer Übung am 13. Mai 1923 wurde festgestellt, dass das gesamte Schlauchmaterial unbrauchbar sei. Es wurden sogleich bei der Firma Rosenbauer in Linz 150 Meter Schläuche bestellt. Die Schläuche kosteten Kr. 4.512.050,-. Das Stift Schlägl spendete hiezu Kr. 1.000.000,- und die Gemeinde gab Kr. 2.000.000,- dazu.

 

Am 3.Juni 1923 um ca. 1 Uhr früh brach in Schindlau ein Schadenfeuer aus, wodurch 9 Häuser abbrannten. Die Feuerwehr bestand dabei die Feuertaufe und konnte sich bei der Brandbekämpfung hervorragend bewähren. Durch den mutigen Einsatz der Feuerwehren konnte der Hausstock des Anwesens Anton Bauer (Graner) gerettet werden. Beigefügt wird, dass die Spritze gut funktionierte und dass sich die neuen Schläuche als gut erwiesen haben. die Ortschaft Schindlau hat ais Sammelgeldern der Feuerwehr Schlägl Kr. 80.000,- abgegeben, als Dank für die Hilfeleistung.

 

Am 24. Juli 1923 vormittags brach im Haus des Eisner Franz in Schlägl 24 (Wieshäusel) beim Brotbacken ein Brand aus, dem das ganze Gebäude zum Opfer fiel. Das Vieh und fast sämtliche Fahrnisse konnten trotz Wassermangels gerettet werden. Brandursache schadhafter Kamin.

 

1924

 

Am 13. April 1924 fand in der Stiftstaverne die 1. ordentliche Generalversammlung unter Beisein des Bürgermeisters und 30 Mann der Feuerwehr statt. Es wurden Neuwahlen durchgeführt. Gewählt wurden Zum Wehrführer Herr Ludwig Schlägl, zu seinem Stellvertreter Herr Leopold Gahleitner, zum Schriftführer und Kassier Herr Alois Kepplinger, zum Zeugwart Josef Lang, zum Rottenführer der Steigermannschaft Herr Josef Reinhart. Zu Steigern wurden ernannt: Fritz Öppinger, Franz Kepplinger, May Prieschl, Josef Wöss Geiselreith, Franz Fischer Weichsberg, und Franz Reischl Diendorf.

Bei dieser Versammlung wurden 27 Stk. Zwilchblusen und 17 Stk. Helme verteilt.

 

Bei der am 18. Mai 1924 im Stiftsmeierhof abgehaltenen Versammlung wurde der Ankauf von 30 Stk. Paradeblusen beschlossen. Weiters wurde beschlossen 2mal wöchentlich Übungen zu machen.

 

Am Sonntag, den 1. Juni 1924 fand bei schöner Witterung das 50 jährige Gründungsfest der Freiw. Feuerwehr Ulrichsberg statt. Zu diesem Feste rückten 29 Mann unserer Wehr mit den neuen Uniformblusen aus. Sie marschierten mit der Feuerwehr Aigen und der Musik von Aigen nach Ulrichsberg. Um 7 Uhr abends wurde gemeinsam heimmarschiert. Zur Uniformierung der Feuerwehr hat die Gemeinde Schlägl 1.000.000 gegeben.

 

Am 22. Juni 1924 rückte die Freiw. Feuerwehr auch zum ersten Mal bei der Fronleichnamsprozession in Parade aus.

 

Am 20. Juli 1924 wurde in Natschlag eine Übung abgehalten, wobei sich die Spritze als auch die Schläuche als tadellos erwiesen.

 

Am 24. Juli 1924 traten Franz Brendtner und Alois Plöderl der Freiw. Feuerwehr Schlägl bei. Über Einladung des Pfarramtes Aigen beteiligte sich die Feuerwehr auch beim festlichen Empfang des neuen Herrn Pfarrers Vinzenz Schmied.

 

Am 10. August 1924 wurde über einstimmigen Beschluss der Feuerwehr am so genannten Schauberg in Schlägl ein Gartenfest abgehalten, das bei herrlichem Wetter sehr gut besucht war. Der Platz wurde vom Stift Schlägl in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt, ebenso die Bänke und Tische. Um das Zustandekommen des Festes hat sich besonders der tüchtige Wehrführer Ludwig Schlägl und der Zeugwart Josef Lang bemüht. dieses Gartenfest ist besonders bei den Wirten auf Widerspruch gestoßen. Bei dieser Veranstaltung hat der Zeugwart Josef Lang eine kernige Ansprache gehalten. Der Reingewinn von Kr. 5.643.000,- wurde zum weiteren Ausbau der Feuerwehr verwendet.

 

Bei einem Unglücksfall am 24. August 1924 wurde in der Baumgartenmühle einer unserer liebsten Kameraden, der Hornist Leopold Leitner von einem Treibriemen erfasst und so schwer verletzt, dass er noch am selben Tag starb. Zu seinem Begräbnis rückte die gesamte Feuerwehr aus. 6 Kameraden trugen ihn zur letzten Ruhestätte.

 

Am Sonntag, den 7. September 1924, 8 Uhr abends wurden wir durch den Ruf „Feuer in Aigen“ alarmiert. Es brannte das Häusel des Josef Gahleitner, Steinmetzmeister in Aigen. Durch die stramme Arbeit der Wehren Schlägl und Aigen konnte das Haus zum Teil gerettet werden und besonders ein Weitergreifen des Feuers auf die gefährdeten so genannten Aignerhäuseln verhindert werden.

 

In der Nacht vom 13. auf 14. September 1924 brannte der große Besitz des Herrn Karl Grims in Berg bei Rohrbach vollständig nieder. Wir rückten aus und arbeiteten von ½ 12 – 3 Uhr früh.

Die Feuerwehr Schlägl ist auch bei folgenden Bränden eingesetzt worden und hat dabei tüchtig geholfen.

 

Am 16. September 1924 in Zaglau, 5 Häuser brannten nieder, 1 Haus (Gabriel) konnte gerettet werden.

 

1925

 

Am 29. Juni 1925 brannten die Häuser Diendorf 1 und 2 Mathe und Fessl nieder. Ein Weitergreifen konnte verhindert werden. Schwere Verbrennungen erlitt Herr Mathias Wöss aus Schlägl 26 (Hainberg) Beteiligt war die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung in Obernhof, Kandlschlag, sowie in Peilstein.

 

1928

 

Am 24. August 1928 brach in Klaffer Feuer aus. Es brannte die halbe rechte Seite ab. Wir wurden auch zur Hilfe gerufen, rückten mit der Spritze aus, wurden aber zwischen Schindlau und Stollnberg aufgehalten, da der Brand bereits lokalisiert war. Der Obmann und einige Mann fuhren mit einem nachkommenden Auto zum Brandplatz.

 

1929

 

Am 28. April 1929 brannte das Haus Baureith 24 des Johann Steiniger, Hausname Dolzer ab. die Mannschaft rückte ohne Spritze aus, weil kein Wasser vorhanden war. Die Brandursache konnte nicht genau festgestellt werden, doch wurde angenommen, dass das Feuer vom Besitzer selbst gelegt wurde.

 

Am 5. Juli 1929 brannte das Haus des Franz Leitenmüller in Diendorf 11 nieder. Es herrschte Wassermangel.

 

Am 10. September 1929 brannte es bei Plöckinger in Aigen, Waldgasse. Ein Weitergreifen konnte verhindert werden. Eingesetzt waren die Feuerwehren Aigen und Schlägl.

 

1930

 

Am 23. Jänner 1930 brannte es bei Kern Karl in Schlägl 25

 

Am 30. Jänner 1930 Großbrand in Schindlau. Die Feuerwehr Schlägl rückte zur Brandbekämpfung aus. Nach Schindlau auszurücken ist ein undankbares Geschäft, da von den Ortsbewohnern niemand helfen will.

 

Ab 1924 bis 1931 wurde nichts mehr eingetragen. Wie es scheint hat Herr Schriftführer Kepplinger  vergessen. Doch es stand die Feuerwehr nicht untätig. Es wurden einige Brandeinsätze nachgetragen. Die Feuerwehr hat jedes Jahr eine Vollversammlung abgehalten. Ebenso mehrere Übungen. Sie rückte zu den Fronleichnamsprozessionen und Feuerwehrfesten nach Julbach, nach Klaffer und Untermoldau aus. Jedes Jahr rückte die Feuerwehr zu Floriani zu einem gemeinsamen Kirchgang aus. Einmal wurde eine gemeinsame Übung der Feuerwehren Aigen, Schlägl und Rohrbach mit Autospritze abgehalten. Zu den Bezirkstagungen und Versammlungen wurden durch das Kommando meist Vertreter entsandt.

 

1931

 

17. Mai 1931 Brand bei Groiß am Feld in Baureith 20. Es war kein Wasser vorhanden.

 

Am 2. Juli 1931 um halb zwei Uhr nachts ertönte der Schreckensruf „Feuer in Natschlag“. Wir rückten aus und standen in kaum einer Viertelstunde in Tätigkeit. Als wir ankamen war das Haus des Felhofer noch unversehrt. Trotz unserer übermenschlicher Anstrengung war es uns nicht möglich das ganze Haus zu retten. Wir mussten die Wirtschaftsgebäude preisgeben und trachten, den Hausstock zu retten, was uns auch gelang. Mittlerweile kam auch die Feuerwehr Rohrbach angefahren, welche uns mit ganzer Kraft und Aufopferung half. Das Feuer welches am Hause des Josef Mathe ausbrach, griff mit so rasender Geschwindigkeit um sich, dass im Laufe einer Viertelstunde 10 Objekte in Flammen standen.

Anwesend waren die Feuerwehr Schlägl, Aigen mit Motorspritze, Rohrbach mit Motorspritze, St. Oswald und Mannschaften aus Reichenau. Beim Kepplinger sind 2 Stück Vieh erstickt, da selbe wieder im Stall zurückkehrten. Wir arbeiteten bis 4 Uhr nachmittags. Dieser Brand wird uns lange in Erinnerung bleiben. Er zeigte auch wie notwendig eine Motorspritze wäre. Hätten wir eine Motorspritze gehabt, so wäre das ganze Felhofer Anwesen gerettet worden.

 

Am 31. August 1931 eine Versammlung im Maierhof, betreffs Anschaffung einer Motorspritze. Es wurde beschlossen, die Gemeinde um einen gewissen Betrag zu ersuchen.

 

Am 12. September 1931 hatten wir eine Versammlung, bei welcher beschlossen wurde, auf jeden Fall eine Motorspritze zu kaufen. Von der Gemeinde wurden S. 2.500,- zugesagt.

 

Bei der Versammlung am 17. September 1931 abends im Maierhof, bei welcher der Vertreter der Fa. Gugg von Braunau anwesend war, wurde der Kauf einer Motorspritze mit S. 4.800,- abgeschlossen.

 

Am 18. September 1931 war Übung mit der Motorspritze und eine kleine Schulung der Bedienungsmannschaft. Es funktionierte tadellos. Die Motorspritze welche bei dieser Übung benutzt wurde, war nur ein Meister.

 

Am 3. Oktober 1931 kam die Motorspritze per Bahn.

 

Am 11. Oktober 1931 hatten wir die erste große Herbstübung mit der neuen Motorspritze. Als Brandobjekt galt Mühle, Wäsche und Zimmerplatz. Es funktionierte alles tadellos. Es wurde der ganzen Übung sowie der Spritze allgemeines Lob ausgesprochen.

 

Am 12. Oktober 1931 um 1 Uhr nachts erschall das Feuersignal „in Ulrichsberg brennt es“. Wir rückten zum 1. Mal mit Motorspritze aus, kamen aber nur bis Aigen, da die telefonische Nachricht einlangte „Gefahr nicht mehr vorhanden“

 

Am 23. November 1931 wurden wir durch Feueralarm aufgeschreckt, es hieß, Feuer in Laimbach bei St. Oswald. Wir rückten sofort aus und hatten auf dem Brandplatz viel zu schaffen, denn die Nachbargebäude waren sehr gefährdet. Es brannte das Haus des Josef Öppinger (Schopfm) nieder. Da noch ein holzerner Stall war und auch keine Freitür, konnte das Vieh erst während des Brandes ausgebracht werden. 12 Rindre mussten notgeschlachtet werden. Bei diesem Brand erhielt unsere Motorspritze die Feuertaufe.

 

Am 25. November 1931 18 Uhr erscholl schon wieder das Feuersignal und wieder hieß es in Laimbach brennt es. Wir rückten aus und halfen das Feuer einzudämmen. Die Nachbargebäude waren sehr gefährdet. Es war das Anwesen der Maria Wögerbauer (Grübel) welches vollständig niederbrannte.

 

Am 8. Dezember 1931 erscholl schon wieder Brand-Ruf „Feuer“ schon wieder hieß es in Laimbach. In Galopp ging es mit der Motorspritze auf den Brandplatz. Es konnten aber nur noch Vieh und kleine Futtervorräte gerettet werden. Die Motorspritze funktionierte bei jedem Brand ausgezeichnet.

Als Brandleger konnte der 15 Jahre alte Knecht Hermann Haselgruber, der bei Ludwig u7nd Leopold Laher im Dienst stand, ermittelt werden. Alle Brände gestand er.

 

1932

 

Am 15. Jänner 1932 ist ein lieber Kamerad heimgegangen, es war dies der Zeugwart Josef Lang (Mesner im Stift). Das Leichenbegängnis fand unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung statt, die Feuerwehren Schlägl und Augen beteiligte sich vollzählig. War er uns ja doch ein Kamerad und ausgezeichneter Gesellschafter. Sechs Kameraden trugen ihn zur letzten Ruhe.

 

Am 21. Februar 1932 fand zum 2. male die Heldenehrung beim Kriegerdenkmal statt, wo wir uns vollzählig unter Kommando des geschätzten Obmanns Ludwig Schlägl beteiligten. Kochw. Herr Klemms hielt eine rührende Ansprache.

 

Am 28. Februar 1932 hielt die Freiwillige Feuerwehr Schlägl ihre 10. ordentliche Generalversammlung ab. Herr Obmann Ludwig Schlägl begrüßte alle Kameraden auf das Herzlichste. Insbesondere begrüßte er Herrn Bürgermeister Barth Karl aus Weichsberg 7 und ersuchte ihn, den Dank der Feuerwehr für die so Hochherzige Spende  von S. 2.500,- dem Gemeindeausschuss zu übermitteln. Sodann verlas Herr Obmann den Tätigkeitsbericht und Schriftführer Kepplinger den Kassenbericht. Die Kasse wurde von Herrn Pfleger und Herrn Resch geprüft und für richtig befunden. 2 Mitglieder wurden con der Feuerwehr ausgeschlossen, weil sie nie ausrückten. (Schneeberger Alois und Wöss Josef aus Unterneudorf) 4 Mann traten der Feuerwehr bei. Felhofer Johann Natschlag, Trautner Josef Natschlag, Felhofer May Winkl und Barth Rudolf Weichsberg. Dem verstorbenen Zeugwart Josef Lang wurde ehrender Nachruf gewidmet. Es wurde für gut befunden, dass mit der Motorspritze gleich ein neuer Wagen gekauft wurde. Spritze und Wagen zusammen kosteten S. 6.100,–. Hiezu gab die Gemeinde 2.500S die Freiw. Feuerwehr aus ihren Ersparnissen S. 2.000,–  der Landesverband S. 1.000,– Den noch fehlenden Betrag von S. 600,– lieh uns in hochherziger Weise, Herr Kamerad Kaufmann Franz Pfleger unverzinslich. Es wurde auch beschlossen, heuer die Motorspritzenweihe, verbunden mit gartenfest abzuhalten. (Aber nur nachmittags) Sodann wurde gleich ein Komitee gebildet, welches sich aus nachstehenden Herrn zusammenstellte.

Kepplinger Alois, Kepplinger Leopold, Pfleger Franz, Barth Rudolf, Ameseder Ludwig, Kastl, Rudolf, Glachs Anton, Groiß Heinrich, Sailer Karl, Resch Franz, Brendtner Franz und Obmann Ludwig Schlägl, welcher gleich zum Obmann des Komitees vorgeschlagen wurde. Herr Schriftführer Kepplinger legte seine Stelle als Schriftführer nieder. Als sein Nachfolger wurde Rudolf Barth gewählt.

 

Am 10. April 1932 hielt der Bezirksverband 8 eine Delegiertenversammlung im Gasthaus Wöss in Aigen ab. Herr Obmann Rudolf Reumüller konnte Vertreter von 26 Vereinen begrüßen.

 

Im Jahre 1931 waren im Bezirksverband 8, 83 Brände und 49 Hilfeleistungen. Motorspritzen haben wir 17. Es werden künftig anstatt 30g 40g pro Mann an Versicherung eingehoben. Brandberichte im doppelter Ausführung beim Bezirksverband einbringen, desgleichen auch Anrücken.

 

Es wird auch im Jahre 1932 bei fast allen Feuerwehren wieder inspiziert werden. 8 Mann können Fahrzeuge auch ohne Bewilligung benützen (auch Autospritze). Einstimmige Annahme der Entschließung der Freiw. Feuerwehr Aigen, betreffs Gesetz Werdung, dass auch Autos und allerlei Fahrzeuge die dienstlicher Ausrückung herangezogen werden können. Im Bezirksverband 8 gelangten im Jahre 1931 7.980,- S an Subventionen zur Verteilung. Von der Feuerwehr Schlägl nahmen Obmann Schlägl und 4 Mann an dieser Tagung teil.

 

Am 8. Mai 1932 beteiligten wir uns mit 26 Mann bei der Floriani – Feier und Motorspritzenweihe im Aigen.

 

Am 16. Mai 1932 hatten wir eine Hauptübung, bei welcher der Brunnen in Natschlag ausgepumpt wurde. Es zeigte sich, dass die Spritze tadellos funktionierte.

 

Am 26. Mai 1932 rückten 26 Mann zur Fronleichnamsfeier in Schlägl aus.

 

Am 12. Juni hielten wir eine Übung ab. Als Brandobjekt galt das Gebäude links von der Stiftstaverne. Es wurde beschlossen, die Übung bei der Motorspritzenweihe genau an dieser Stelle abzuhalten.

 

Am 19. Juni 1932 beging die Freiw. Feuerwehr Schlägl das Fest der Motorspritzenweihe, auf welches die Veranstalter, ob seines schönen klaglosen Verlaufes mit Stolz und Freude zurückblicken können. Etwa nach 2 Uhr nachmittags marschierten unter dem Klängen der Musikkapelle ‚Aigen 17 Vereine in den Stiftshof und nahmen vor der Bühne Aufstellung. die alte Spritze mit der Jahreszahl 1850 geschmückt, konnte einen würdigen Abschied vom öffentlichen Leben feiern. Die Weihe der neuen Motorspritze nahm Hochw. Herr Prior Dominik Watzinger vor. Das Ehrenamt einer Patin übernahmen Frau Bürgermeister Barth aus Weichsberg und Frau Anna Leitner von der Baumgartenmühle in liebenswürdiger Weise. Unser verdienter Obmann Ludwig Schlägl heilt eine kernige Begrüßungsansprache. Er konnte außer den Vereinen und Festgästen die Gemeindevertretung von Schlägl, Herrn Bürgermeister Schützenberger von Aigen, ganz besonders begrüßte er die so kameradschaftlichen Feuerwehrmänner von Oberplan und Hochw. Herrn Prior des Stiftes Schlägl. Hochw. Herr Prior überbrachte die Grüße des leider erkrankten Hochwürdigen Abtes Benedikt und hielt dann eine feine formvollendete Ansprache. Herr Dworacek von Aigen, als Vertreter des Verbandes überbrachte die Grüße desselben und hob das Zusammenwirken der beiden Nachbarfeuerwehren besonders hervor. Nach einer strammen Defilierung erfolgte der Festzug durch den reich geschmückten Ort. Hernach war eine Hauptübung, welche die Leistungsfähigkeit der neuen Spritze zeigte. Die Übung zeigte von der Schlagfertigkeit unserer Wehr, denn unter 2 Minuten strömte das wasser aus drei Rohren. Nach der Übung war Gartenkonzert unter den schattigen Bäumen des Schaubergs. Herr Alois Stifter sorgte für die Erfrischung der so zahlreich erschienenen Gäste. Die Ehrendamen (20) verrichteten durch Abzeichen- und Loseverkauf verdienstvolle Arbeit. Der Hauptverdienst am Gelingen des so schön verlaufenem Fest gebührt wohl unseren geschätzten Herren Wehrführer Ludwig Schlägl, Herrn Ing. Beer und Forstadjunkt Janitschek leisteten als umsichtige Ordner Vorzügliches. Der Reingewinn welcher zur Abzahlung der neuen Motorspritze bzw. zur Anschaffung neuer Ausrüstungsgegenstände verwendet wird beträgt 948,31 Schilling.

Die Spritzenpatin Frau Anna Leitner von der Baumgartenmühle spendete der Feuerwehr 150,- Schilling. Der Firma Herstand Mitterhauser und Komp. wurde für die reichen, schönen Beste, die sie uns anlässlich der Motorspritzenweihe am 19.6.32 zur Abhaltung eines Glückshafens schickten, der Dank ausgesprochen.

Am 9. Oktober hielten wir die Herbstübung bei der Taverne an, bei welcher sich zeigte, dass alles tadellos funktioniert. Hernach war Versammlung in der Stiftstaverne, bei welcher 25 l Bier, die uns die Ortschaft Natschlag für Brunnenauspumpen zahlte, getrunken. Derr Schriftführer Barth berichtete über die Einnahmen und Ausgaben anlässlich der Motorspritzenweihe und konnte feststellen, dass ein Reingewinn von über 1.000,- Schilling zu verzeichnen ist. Auch wurde beschlossen, einen Handschlauch rot gummiert und eine Sturmlaterne bei der Firma Rupert Gugg Braunau am Inn anzukaufen.

 

Auf diesem Bild welches im Hof des Stiftsmeierhofes aufgenommen wurde, ist der neue Spritzwagen und die neue Motorspritze zu sehen. Auf diesem Bild sind auch folgende Feuerwehrmänner abgebildet:

Vor dem Wagen v. l. n. r. Karl Sailer, Wehrführer Ludwig Schlägl, Heinrich Groiß (Diendorf) und Karl Krenn.

Am Wagen sitzend: Autengruber Günter (Knecht im Meierhof), Felhofer Johann, Fürlinger Franz, Barth Rudolf.

Stehend v. l. n. r. zwei Zivilisten sind unbekannt. Josef Simmel, Rupert Feizlmayr, Franz Pfleger, Franz Brendtner mit Bart, Felhofer Josef Baureith und Leopold Steidl.

Der Feuerwehrmann zwischen Franz Pfleger und Franz Brendtner wurde nicht mehr erkannt.

 

1933

 

Am 19. Februar 1933 fand in der Stiftstaverne Schlägl die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Herr Wehrführer Ludwig Schlägl begrüßte alle erschienenen Kameraden auf das Herzlichste. Sodann brachte Herr Wehrführer den Tätigkeitsbericht. Schriftführer Barth verlas den Kassenbericht. Die Kasse wurde von den Kameraden Kaufmann Pfleger und Lagerhalten Kepplinger geprüft und in Ordnung befunden. Da die Funktionsperiode des alten Kommandos sowie der übrigen Chargen abgelaufen war, wurde zur Neuwahl geschritten, welche Bürgermeister Barth leitete. Zum Obmann wurde wieder der bisherige Verdienstvolle Wehrführer Ludwig Schlägl einstimmig gewählt. Hierauf übernahm Herr Wehrführer wieder den Vorsitz und wurde die Wahl weitergeführt. Zum Wehrführerstellvertreter wurde wieder Leopold Gahleitner gewählt. Zum Schriftführer Rudolf Barth, Rottenführer sind: Josef Resch und Leopold Kepplinger. Zeugwart sind: Buchberger Franz und Simmel Josef. Maschinisten sind: Karl Krenn (Schmied), Franz Pfleger und Franz Resch. Hornisten sind: Pfleger Franz und Kaiser Otto (Binder). Auch wurde beschlossen, im Jahre 1933 keine festlichen Veranstaltungen abzuhalten. Nach Versammlungsschluss unterhielt man sich bei Bier und Russen sehr gemütlich. Das Bier zahlte unser verehrter Obmann Schlägl, die Russen spendierte Herr Kaufmann Franz Pfleger. Herr Schmidinger sammelte Geld zum Ankauf der delikaten Russerl, welchen Betrag (Schilling 5,-) Herr Kaufmann Pfleger dann der Feuerwehr schenkte. Die Spritzenpatin Frau Anna Leitner spendete der Feuerwehr als Neujahrsgeschenk Schilling 20,-. Unseren hochverdienten Obmann Ludwig Schlägl hat die OÖ. Landesregierung die Medaille für 25 Jährige ersprießliche Tätigkeit im Feuerwehrwesen verliehen. Die Dekorierung fand am 25. Juni 1933 anlässlich der 60 Jährigen Bestandsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Aigen statt. Herr Bezirksverbandsobmannstellvertreter, Herr Dworatzek würdigte in seiner Ansprache die Verdienste des Jubilanten und heftete ihn sodann im Beisein vieler Feuerwehren und sämtlicher Kameraden der Feuerwehr Schlägl die Medaille an die Brust. Am gleichen Tag um ein Uhr Nachmittags fand eine Bezirksverbandstagung in Grubers Gasthaus statt. Nach der üblichen Begrüßung durch Bezirksverbandsobmann Rudolf Reumüller, erstattete selber der Tätigkeitsbericht, welchem zu entnehmen war, dass im Jahre 1932 56 Brände waren und 109 Übungen abgehalten wurden. Der Bezirksverband zählt 1.108 Mann. Anwesend waren sämtliche Feuerwehren mit Ausnahme Haslach-Fabrik.

Am 21. Mai 1933 brach um 10 Uhr nachts in Schindlau ein Schadenfeuer aus, welchem zwei Haus und ein Häuserl zum Opfer fielen. Wir rückten mit Motorspritze aus, konnte aber nicht viel machen. (Wassermangel)

Am 29. Mai 1933 brach in Kerschbaum um 3 Uhr nachts im Hause des Herrn Alois Katzlinger Feuer aus, welches das ganze Wirtschaftsgebäude und fast sämtliche Fahrnisse vernichtete. Ein Stück Vieh kam in den Flammen um.

Am 29. Juli 1933 wurde durch Blitzschlag das Anwesen des Mathias Wöss in Geislreith (Scheim) eingeäschert. Schlägl mit Motorspritze und ein Teil der Mannschaft Perwolfing bemühten sich um die Lokalisierung des Brandes.

Am 29. September 1933 um 15:45 Uhr brach im Anwesen der Eheleute Josef und Anna Leitner in Diendorf 18 (Unterhager) ein Schadenfeuer aus, welches das ganze Anwesen samt Festung vernichtete. Um die Eindämmung des Brandes bemühten sich die Feuerwehren Aigen mit Motorspritze und die Mannschaften der Feuerwehr Deutsch-Reichenau CSSR und Schlägl ebenfalls mit Motorspritze. Wir blieben bis 12 Uhr nachts am Brandplatz, da wegen Durchbrennen höchste Gefahr herrschte. Als Brandursache wurde Heißlaufen einer Riemenscheibe festgestellt.

Am 17. Dezember 1933 um 8 Uhr früh brach in Baureith 15 (Hauzeneder) Feuer aus und war auch im Nu durch Unterstützung des Böhmwindes niedergebrannt. Nur durch das rasche eingreifen der beiden Feuerwehren Aigen und Schlägl konnte ein Übergreifen auf das Nachbaranwesen Holnsteiner verhindert werden. Als Brandursache wurde schadhafter Kamin festgestellt. Im Jahre 1933 wurden zwei Hauptübungen und 4 andere Übungen abgehalten. In Parade rückten wir 1933 drei mal aus, und zwar: Floriani, Fronleichnam, und Heldenehrung.

 

1934

 

Bei der Generalversammlung am 4. März 1934 wurde nach Besprechung der laufenden Vereinsangelegenheit die Kasse geprüft und in Ordnung befunden. Dem Kassier Barth wurde die Entlastung erteilt.

Im Jahre 1934 ist in der Gemeinde ein Anwesen in Flammen aufgegangen. Zu Freude der Gemeinden sind wir 4 mal zu Löschzwecken ausgerückt.

Übungen fanden 6 statt, Versammlungen 2. Auch fanden wieder 3 Parade-Ausrückungen statt.

 

1935

 

Im Jahre 1935 blieb die Gemeinde wieder vom Feuer sehr verschont, es ist nur ein Häusel abgebrannt, nämlich das von Holnsteiner in Baureith 14 am 10.3.1935. Den Brand legte die Besitzergattin Rosa Holnsteiner, welche 2 Jahre Kerkerstrafe erhielt. Nach auswärts mussten wir 2 mal zu Löschzwecken ausrücken und zwar am 20.3.1935 in Schindlau und am 16.4.1935 nach Rudolfing, Klaus Pfoser. Auch fanden wieder die üblichen 6 Übungen und 2 Versammlungen statt.

Bei der Generalversammlung am 29. März 1935 berichtete der Obmann Ludwig Schlägl, dass die meisten Ortschaften durch neue Teichanlagen mit Wasser gut versorgt sind. Weiters wurde beschlossen, man möge Herrn Lagerhausdirektor Kourek ersuchen, die Freiwillige Feuerwehr Schlägl mit dem Auto unentgeltlich nach Linz zu befördern.

Herr Wehrführer Schlägl sagte: im Jahre 1936 müssen zwei Kameraden den Motorspritzenkurs in Linz besuchen.

 

1936

 

Am 3. Mai 1936 war die Autoweihe der Rettungsabteilung Aigen. Von unserer Wehr hatten sich 24 Mann beteiligt.

Am 10. Mai 1936 beteiligte sich die Freiwillige Feuerwehr Schlägl mit 5 Mann bei der Motorspritzenweihe in Klaffer.

Am 11. Mai 1936 war eine Besichtigung der Zeugstätte und der Feuerwehrgeräte, durch Mitglieder des Landesfeuerwehrverbandes.

Im Jahre 1936 blieb die Gemeinde vollkommen von Bränden verschont, daher hat die Feuerwehr nicht viel zu tun gehabt. Es fanden nur die üblichen Übungen und Ausrückungen statt.

Am 15. März 1936 fand in der Stiftstaverne die Generalversammlung statt.

Wehrführer Schlägl gab den Tätigkeitsbericht und Schriftführer Barth den Kassenbericht. Nach Prüfung der Kasse wurde dem Kassier Barth die Entlastung erteilt. Für den bisherigen Zeugwart Franz Buchberger, Stiftsbäcker, welcher von Schlägl nach Zwettl verzog, wurde Herr Leopold Steidl in Schlägl 17 einstimmig zum Zeugwart ernannt. Über Aufforderung des Wehrführers meldeten sich die Kameraden Steidl Leopold und Johann Felhofer aus Natschlag zum Motorspritzenkurs, welcher wenn möglich im Mai stattfinden sollte.

 

1937

 

St. Oswald hatte am 13. Juni 1937 ein Feuerwehrfest verbunden mit Bezirksdelegiertensitzung. Beteiligt hatten sich an diesem Feste von der hiesigen Wehr 7 Mann. Beim Feuerwehrfest in Öpping beteiligten sich auch einige Mann.

Am 7. August 1937 schlug ein Blitz in das Anwesen des Bauern Hasböck in Günterreith und zündete. Die Feuerwehr Schlägl beteiligte sich bei der Brandbekämpfung.

Am 15. November 1937 um 4 Uhr nachmittags kam im neuen Stadl des Stiftsmeierhofes in der Wagenremiese Feuer aus. Der Stadl samt den Maschinen und Geräten, sowie Futter und Stroh fiel den Flammen zum Opfer. Nur der tatkräftigen Einschreiten der anwesenden Feuerwehren ist es zu danken, dass das Feuer nicht auch den Meierhof erfasste. In Tätigkeit traten die Wehren Aigen, Schlägl und Rohrbach. Bereit standen noch die Wehren St. Oswald, Öpping und Ulrichsberg. Brandursache bleibt unbekannt.. Die Brandwache hielt die Ortsfeuerwehr, welche bis zum Morgen andauerte.

Den Motorführerkurs bzw. Motorprüfung machten Karl Krenn und Leopold Steidl.

Am 20. April 1938 brannte es bei Siegl in Mittereith. Die Feuerwehr beteiligte sich bei der Brandbekämpfung.

 

In den folgenden Jahre wurden leider keine Aufzeichnungen geführt. Die Feuerwehr hat zwar weiter bestanden, war aber dem NS-Luftschutz unterstellt. Durch das Einrücken der jüngeren Feuerwehrmännern zum Kriegsdienst war die Einsatzfähigkeit sehr geschwächt. Der 2. Weltkrieg hat auch viele Opfer gefordert.

Folgende Feuerwehrkameraden sind im 2. Weltkrieg 1939 bis 1945 gefallen oder sie wurden vermisst.

Bogner Franz, Steinmetz aus Natschlag 1

Brendtner Franz, Steinmetz aus Weichsberg 2

Buchberger Franz, Bäcker aus Schlägl 1, ist aber 1936 schon verzogen

Barth Rudolf, Gemeindesekretär in Schlägl

Felhofer May, Bauerssohn aus Winkl 1

Felhofer Josef, Bauerssohn aus Baureith 11

Gahleitner Leopold, Steinmetz aus Schlägl

Hörschlägler Josef, Bauerrsohn, Diendorf 20, Oberhaag

Trautner Alois, Bauer aus Natschlag 8

Wöss Josef, Bauer in Geiselreith 3, wurde am 1.5.1945 von den Amerikanern in der Ortschaft Geiselreit erschossen. Er ist nicht stehen geblieben als er von amerikanischen Soldaten nachts angesprochen wurde.

Im Dezember 1941 brach in einer Maschinenhalle der Mühlviertler Holzindustrie ein Brand aus. Die rückwärtige Maschinenhalle brannte nieder und es kostete viel Mühe, die anderen Objekte zu retten. Die Feuerwehr Schlägl war schnell zur Stelle, die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden.

 

Am 22. August 1942 ist im Osten unser Kamerad Alois Trautner gefallen. Fast sämtliche Kameraden beteiligten sich am Gottesdienst für den Gefallenen. Ein Kranz wurde ihm von der Feuerwehr gewidmet. Er ist der erste von den 12 Kameraden, die eingerückt sind, der gefallen ist. Trautner war ein tüchtiger guter Feuerwehrkamerad.

 

Beim Kriegsende im Mai 1945 waren in der Nähe Aigen-Schlägl Feuerwehrfahrzeuge stehen geblieben. Herr Kommerzialrat Karl Kren aus Schlägl 25, stellte aus diesen Wehrmachtsbeständen Feuerwehrschläuche sicher und übergab sie dem Bezirksfeuerwehrkommando Rohrbach. Einen Teil ließ er der Feuerwehr Schlägl zukommen. Es handelte sich um sehr gute Schläuche, Hanfschläuche die innen gummiert waren. Sie sind heute 1973 noch teilweise in Verwendung.

Am 1. Mai 1945 kamen die Amerikaner aus Richtung Breitenberg und besetzten den Ort Schlägl. Einige Feuerwehrmänner waren damals beim Volkssturm eingesetzt und mussten die zur Sprengung vorbereitete Schlägler Brücke bewacht. Zu einer Sprengung der Brücke kam es jedoch nicht, weil der Bewacher der Sprengung verweigerte. Zur Bewachung der Schlägler Brücke war Karl Kren und Leopold Kepplinger eingesetzt. (Beide Feuerwehrmänner) Zur Bewachung der Eisenbahnbrücke, Feuerwehrmann Franz Kepplinger und der Meierhofverwalten Schwimmbaches. Auch die Brücken in der Baumgartenmühle und Berndlmühle waren geladen und bewacht. Die Sprengungen wurden zum Teil durch das schnelle Einrücken der Amerikaner verhindert.

Nach dem Zusammenbruch waren Unmengen von Kriegsfahrzeugen und Geräten stehengeblieben. Ein großer Autofriedhof befand sich in Natschlag in der Nähe der Häuser Leopold Steidl und Barth Rudolf. Eine große Herde von Pferden war in den Weichsbergergründen und teilweise auf der Wiese von Kepplinger Leopold in Natschlag entlang der Großen Mühl. Die Bauern und Kleinhäuser haben sich diese Wehrmachtspferde eingefangen, da aber diese als Staatseigentum erklärt wurden, mussten sie teilweise gekauft werden. Auf den Autofriedhöfen ging es auch sehr lebhaft mit dem Abmontieren von Autoteilen zu.

Auf den Gründen vom Stiftsmeierhof bis zur Baumgartenmühle war ein Kriegsgefangenenlager. Ebenso oberhalb der Berndlmühle für SS-Angehörige und NS-Parteigenossen. Diese Lager wurden bei Abzug der Amis im August 1945 aufgelassen. Die amerikanische Besatzung dauerte vom 1. Mai bis 10. August 1945. Die Amerikaner waren in Baureith und Natschlag einquartiert.

Im August 1945 wurde das Mühlviertel den russischen Besatzungsmöchten übergeben.

Bemerkt wird noch, dass im Mai 1945 im Raume Aigen-Schlägl nach Kampfhandlungen stattgefunden haben, da sich Reste deutscher Einheiten am Haagerberg zur Wehr setzten.

Im Stift Schlägl waren während des Krieges Bessarabien (Volksdeutsche aus Rumänien) untergebracht. Vom August1945 bis 1950 waren russische Besatzungstruppen untergebracht. Die Russen haben alles was nicht nagelfest war mitgenommen.

 

Der Gemeindesekretär von Schlägl, Feuerwehrkamerad Rudolf Barth musste 1942 einrücken, und es wurde daher mit der Gemeinde Aigen eine Verwaltungsgemeinschaft gebildet. Die Gmeindekanzlei wurde ohne Zustimmung der Gemeindevertretung von Schlägl nach Aigen zum dortigen Gemeindeamt verlegt. Nach Kriegsende haben sich einige beherzte Männer aus Schlägl aufgemacht und die Sachen von Aigen wir heruntergeholt, und haben somit die volle Selbstständigkeit der Gemeinde Schlägl wieder hergestellt. Es waren dies Franz Kepplinger, der von der amerikanischen Militärregierung als Bürgermeister eingesetzt wurde, Franz Resch aus Geiselreith und Karl Kern aus Schlägl. Bei der Wahl im November 1945 wurde Herr Franz Kepplinger aus Natschlag 15 zum Bürgermeister und Herr Karl Kern aus Schlägl 25 zum Bürgermeisterstellvertreter gewählt.

Von 1945 bis 1949 scheinen keine Aufzeichnungen auf, es hat sich in der Feuerwehr auch nichts getan. Die Kriegsgefangenen kehrten allmählich aus der Gefangenschaft zurück und im ganzen Land begann sich alles langsam zu normalisieren. In der russisch besetzten Zone vollzog sich der Aufschwung wesentlich langsamer als südlich der Donau.

 

1949

 

Am 3. April 1949 wurde wieder die erste Vollversammlung in der Stiftstaverne abgehalten. Es wurde 11 Jahre keine Versammlung abgehalten. Man kann diese als neu-konstituierende Versammlung bezeichnen, weil von diesem Tag an wieder Leben in die Feuerwehr Schlägl kam. 10 Burschen und Männer traten damals der Feuerwehr bei. Es waren dies:

Haara Karl Schlägl, Pfeil Hans Schlägl, Pichler Franz Schlägl, Josef Scheiblhofer Schlägl, Kickinger Eduard Weichsberg, Schmidinger Ewald Natschlag, Schauer Konstant Baureith, Wöss Fritz Baureith, Wöss Ludwig Baureith und Adolf Katzlinger Baureith. Der Kommandant Ludwig Schlägl, der Gründer der FF Schlägl, legte aufgrund seines hohen Alters die Obmannstelle zurück. Er war also 27 Jahre Kommandant der FF Schlägl.

Über Vorschlag von Hr. Schlägl wurde der Schmiedemeister Karl Krenn aus Schlägl zum neuen Kommandanten gewählt.

Am 8. Mai 1949, Florianisonntag, marschierte die neu aufgestellte Feuerwehr zum ersten Mal in die Stiftskirche, wo sie an einem Gottesdienst teilnahm. Nach dem Gottesdienst nahmen die Feuerwehrmänner an einer praktischen Schulung in der im Stiftsmeierhof befindlichen Feuerwehrzeugstätte teil.

Am 22. Mai 1949 fand die erste Übung in der Ortschaft Baureith statt. Die jungen Feuerwehrmänner zeigten großes Interesse und die Übung verlief befriedigend. Es folgten noch mehrere Übungen im Ortsbereich Schlägl.

Am 5. September 1949 brach in Schindlau ein Brand aus, es brannten die Häuser Veit (Hausl) und Stifter nieder. Ein Weitergreifen konnte verhindert werden. (Brandursage Unvorsichtigkeit?) Am Brandplatz waren die Feuerwehren Aigen, Schlägl, Ulrichsberg und Klaffer.

Am 19. Oktober 1949 brach bei Hr. Mayerhofer in Schindlau ein Brand aus (Ursache unbekannt) dem das Wirtschaftsgebäude zum Opfer fiel. Durch das rasche eingreifen der FF Aigen, Schlägl und Ulrichsberg konnte ein Weitergreifen verhindert werden.

 

1950

 

Am 11. Februar 1950 entstand durch starkes Eistreiben großes Hochwasser, dabei drang das Wasser in den Maschinenraum der Baumgartenmühle ein. Um einen größeren Schaden zu verhüten, wurden die Feuerwehren Aigen und Schlägl angefordert und eingesetzt. Durch ständiges Auspumpen der Maschinenräume konnte ein größerer Schaden vermieden werden. Der Einsatz dauerte vom 11.2. 17 Uhr 50 bis 12.2. 12 Uhr. Am Einsatzort traf auch Herr Bezirksfeuerwehrkommandant Leopold Natschläger aus Rohrbach ein. Auch die Feuerwehr Rohrbach erschien am Einsatzort, wurde aber nicht eingesetzt.

Am 12. Februar 1950 veranstaltete die FF Schlägl ein Feuerwehrkränzchen in der Stiftstaverne, dass mit einem guten Besuch und ruhigem Verlauf abgehalten werden konnte. Mit dem Reingewinn von S. 345,97 wurde eine Kameradschaftskasse geschaffen.

Am 23. März 1959 brach bei Hr. Gruber in Schindlau ein Brand aus, dem das Wirtschaftsgebäude zum Opfer fiel (Brandursache unbekannt). Am Brandplatz waren die Feuerwehr Aigen, Schlägl und Ulrichsberg vertreten.

Am 4. April 1950 brach bei Hr. Jung in Obernhof ein Brand aus (Brandursache unbekannt). Die Feuerwehr Schlägl traf zwar am Brandplatz ein, kam aber nicht zum Einsatz. In der Nacht vom 10. auf 11. Juni 1950 brach durch Blitzschlag im Bauernhaus Leitner Josef (Unterhaager) ein Brand aus. Das Anwesen ist bis auf das Mauerwerk niedergebrannt. Am Brandplatz waren die Feuerwehren Aigen, Schlägl und Ulrichsberg vertreten.

Am 10. Juni 1950 fand in der Pfarrkirche Aigen i.M. die Glockenweihe statt, wozu auch die Feuerwehr Schlägl eingeladen war. Zu dieser Weihe rückten 12 Feuerwehrkameraden zum ersten mal mit einer neuen Uniform aus.

Übungen wurden leider 1950 nicht abgehalten, da Hr. Feuerwehrobmann keine Zeit dazu fand. (Eintragen von Josef Scheibelhofer)

Die Feuerwehr Schlägl fuhr zu dem Einsatz – bzw. zu den Brandplätzen mit einem Traktor des Stiftsmeierhofes Schlägl, der jedes mal kostenlos beigestellt wurde, ebenfalls kostenlos wurde vom Stift Schlägl die Feuerwehrzugstätte im Stiftsmeierhof zur Verfügung gestellt.

 

1951

 

Im Jahr 1951 herrschte in der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl allgemeine Ruhe. Es waren keine Brände oder sonstige Einsätze zu verzeichnen. Nur im Juni des Jahres 1951 wurde durch Hr. Wehrführer Krenn eine Übung an einem Sonntag Nachmittag angesetzt, die aber dem Namen nach ganz fehl ging, denn es erschienen nur 5 Feuerwehrmänner. Der Zweck dieser Übung bestand darin, dass eine Hausmauer vom Straßenstaub befreit wurde.

Am 15. Dezember 1951 wurden im Gasthaus Gruber-Mader in Aigen, 13 Feuerwehrzeichen für 25 jährige und 1 Feuerwehrehrenzeichen für 40 jährige Tätigkeit in der Feuerwehr verliehen. Die Ehrenzeichen wurden verliehen an folgende Schlägler Feuerwehrmänner: Für die 40 jährige Dienstzeit: Ehrenkommandant Ludwig Schlägl, der schon in der Stiftsfeuerwehr tätig war.

Für 25 jährige Dienstzeit: Die Gründungsmitglieder: Barth Karl, Franz Fürlinger, Glachs Anton, Gruber Josef, Kepplinger Franz, Kepplinger Leopold, Kaiser Otto, Krenn Karl, Resch Franz, Reischl Johann, Simmel Josef, Sailer Karl, Schmidinger Franz.

Bei dieser Feier war auch Herr Bezirkshauptmann Dr. Letio Spannocehi anwesend, der die Verleihung der Ehrenzeichen vornahm.

 

1952

 

Am 2. März 1052 fand in der Stiftstaverne Schlägl eine Vollversammlung statt. Zweck dieser Versammlung war der Tätigkeitsbericht und der Kassenbericht vom Vorjahr. Es war auch Herr Bezirksfeuerwehrkommandant Leopold Natschläger und Herr Abschnittsfeuerwehrkommandant Karl Reingruber bei der Versammlung anwesend. Es war notwendig geworden, dass eine Einsatzgruppe aufgestellt wurde und es war daher auch die Wahl eines Gruppenkommandanten notwendig. Zum Gruppenkommandanten wurde Kamerad Josef Scheiblhofer gewählt. Der Einsatzgruppe gehörten an: Schauer Konstant, Wöss Ludwig, Wöss Fritz, Schmidinger Ewald, Kickinger Eduard, Pfeil Hans, Pichler Franz und Simmel Josef.

Am 4. Mai 1952 marschierten die Feuerwehrkameraden gemeinsam zum Florianigottesdienst in die Stiftskirche. Am Nachmittag fand eine Übung mit der neu aufgestellten Einsatzgruppe statt.

Am 10. Mai 1952, Samstag abends, wurde eine Nachtübung abgehalten, die ganz gut verlaufen ist. Im August 1952wurde von der Gemeinde Schlägl ein Militärfahrzeug angekauft und zwar ein Steyr A 2.000. Dieser geländegängige Wagen wurde von Herrn Wilhelm Pofeal von der Mühlviertler Holzindustrie in Aigen aufgebaut so dass dies ein sehr brauchbares Feuerwehrfahrzeug wurde. Dieses Fahrzeug wurde so dann der Feuerwehr Schlägl übergeben.

Am 23. November 1952 veranstaltete die Freiw. Feuerwehr Schlägl ein Feuerwehrkränzchen in der Stiftstaverne. Der Besuch war sehr gut. Als Musik spielte die bekannte Tanzkapelle Rudi Walter aus Aigen. Bis auf einen kleinen Wortwechsel verlief die Veranstaltung ganz ruhig. Der Reingewinn von S. 1.426,90 wurde der Kameradschaftskasse zugeführt. Dass der ruhige Verlauf der Veranstaltung angeführt ist, wird darauf zurückgeführt, dass es damals noch üblich war, dass bei Tanzveranstaltungen oft auch gerauft wurde, wodurch natürlich die Veranstaltung gestört war. Ansonsten war es immer sehr gemütlich und unterhaltsam. Die Leute waren sehr tanzlustig.

Die Gemeinde Schlägl unter Bürgermeister Resch Franz Geiselreith, ließ im Jänner 1952 in der Ortschaft Baureith und in der Ortschaft Geiselreith einen Löschteich errichten.

 

1953

 

Im Jänner 1953 besuchte Kamerad Josef Scheiblhofer einen Löschmeister-Lehrgang und anschließend einen Kommandantenlehrgang in der Feuerwehrschule in Linz. Er konnte diese Lehrgänge mit Erfolg abschließen.

Am 3. Mai 1953 fand ein gemeinsamer Floriani-Kirchgang statt.

Am 28. Juni 1953 fand in der Stiftstaverne Schlägl die Jahreshauptversammlung statt, bei der auch Neuwahlen durchgeführt wurden. Dieser Versammlung wohnten auch Herr Bürgermeister Franz Resch aus Geiselreith und Herr Abschnittskommandant Karl Reingruber bei. Ebenso war Ehrenobmann Ludwig Schlägl anwesend, und 26 Feuerwehrmitglieder nahmen teil. Nach der Eröffnung, Tätigkeitsbericht und Kassenbericht wurde die Wahl der Kommandomitglieder durchgeführt. Die Wahl leitete Bgm. Franz Resch. Es wurde mit Stimmzettel abgestimmt. Für die Wahl zum Feuerwehrkommandanten wurde ein Dreiervorschlag eingebracht und zwar: Karl Krenn, Leopold Kepplinger und Josef Scheibelhofer. Bei 27 abgegebenen Stimmen entfielen für Karl Krenn 23, für Leopold Kepplinger 2 und für Josef Scheiblhofer auch 2. Die übrigen Kommandomitglieder wurden mittels Handerheben einstimmig gewählt.

Zum Kommandanten-Stellvertreter: Leopold Kepplinger

Zum Zeugwart: Otto Kaiser

Zum Kassier: Josef Scheiblhofer

Und zum Schriftführer der neu beigetretene Gemeindebeamte Josef Wöss.

Außer Josef Wöss sind der Kaufmann Josef Jauker Schlägl 17 und der Brauereiarbeiter Rudolf Heuberger aus Weichsberg der Freiw. Feuerwehr Schlägl beigetreten. Das Feuerwehrmitglied Adolf Katzlinger aus Baureith hat sich wegen Wegzug abgemeldet.

Am 23. August 1953 fand im Stiftshof die Weihe des schönen Feuerwehrautos statt. Um 2 Uhr Nachmittags marschierten unter den Klängen des Musikvereines Aigen die Feuerwehr Schlägl und Aigen in den Stiftshof. Hinterher wurde das geschmückte Auto ebenfalls in den Stiftshof gefahren. Der Wehrführer Karl Krenn begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste. Besonderer Gruß galt Hochw. Herrn Prior Altmann Mager, der Gemeindevertretung von Schlägl, der Gemeindevertretung von Aigen, der Feuerwehr Aigen und dem Musikverein Aigen. Ein ganz besonderer Gruß galt den Autopatinen, Frau Aloisia Resch (Gattin des Bürgermeisters) und Gemeindesekretär Frl. Gisela Sigl, die sich in liebenswürdiger Weise bereiterklärten und das Ehrenamt der Autopatin übernahmen. Hochw. Hr. Prior hielt eine sehr schöne Ansprache und nahm anschließend die Weihe des Rüstwagens vor. Nach dem Festakt im Stiftshof konzertierte die Musikkapelle Aigen im Gastgarten der Stiftstaverne. Durch die zahlreichen Gäste war jede Sitzgelegenheit besetzt. Die Feierlichkeit verlief bei schönem Wetter ganz reibungslos. Zu erwähnen wäre noch, dass der Ehren-Wehrführer Ludwig Schlägl, trotz seines hohen Alters als Ehrengast der Feier beiwohnte.

Am 15. November 1953 hielt die Feuerwehr Schlägl erstmals im Vereinshaus in Aigen einen Ball ab, der einen guten Erfolg zeitigte. Das renovierte Vereinshaus mit einem neuen Holz-Zement-Boden lockte sehr viele tanzlustige Besucher an, die auch durch die Tanzkapelle Rudi Walter auf ihre Rechnung kamen. Einen großen Erfolg brachte das errichtete Tombola mit 100, teils sehr schöne Besten. Die Eintrittskarten würden im Gemeindegebiet Schlägl und teilweise in Aigen im Vorverkauf von S … verkauft. Der Eintrittspreis bei der Abendkasse betrug S. …

Eintrittskarten:

 

1954

Am 9.Mai1954 wurde in der Stiftstaverne Schlägl die  Jahreshauptversammlung abgehalten,   bei der wieder einige jungen Burschen der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl beigetreten sind. Es sind dies: Josef Schmidinger, Leopold Kepplinger, Josef Schramm, Alois Fuchs und Alois Wöss.

 

Langanhaltende, starke Regenfälle haben im Donaugebiet zur großen Überschwemmung geführt. Zahlreiche Feuerwehren wurden zu auspumparbeiten eingesetzt, so musste auch die FF-Schlägl im Elektrizitätswerk Gramesau beim auspumpen der Generatoren schächte helfen.

Es waren folgende Männer im Einsatz:

Am Samstag, den 10.Juli 1954 : Kdt. Karl Krenn, Josef Scheiblhofer, Josef Simmel, Ewald Schmidinger, Kepplinger Leopold jun.

Am Sonntag, den 11. Juli 1954: und am Dienstag den 13. Juli 1954 mussten ebenfalls einige Männer nach Obermühl zum auspumpen von Kellerräumen. Es waren dies: Josef Scheiblhofer, Ewald Schmidinger, Josef Schmidinger und Alois Wöss.

Am 3. April 1954 bekam die Feuerwehr Schlägl von der Sparkasse Aigen i. M. eine einmalige Spende von S 400.- (Vierhundert Schilling).

Beim 80 jährigen Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Aigen am Sonntag, den 18. Juli 1954, sind trotz des schlechten Wetters zahlreiche Kameraden der Feuerwehr Schlägl ausgerückt. Beim Festzug am Nachmittag nahm die Feuerwehr Schlägl auch mit dem Rüstwagen teil.

Am Nachmittag hat sich das Wetter gewaltig gebessert und der  Festzug konnte bei teilweisen Sonnenschein abgehalten werden.

Der Schlägler Feuerwehrwagen beim Festzug

 

Am 19. Dezember 1954 hielt die Feuerwehr Schlägl in der Stiftstaverne eine Festversammlung ab, bei der dem Ehrenkommandanten Ludwig Schlägl eine Ehrung zu teil wurde. Von der Feuerwehrkameradschaft wurde ihm ein Bild und von der Gemeinde Schlägl, die durch Bürgermeister Resch und einigen Gemeindeausschußmitgliedern vertreten war, erhielt Ludwig Schlägl ein Buch überreicht. Bei dieser Versammlung wurden einige Kameraden für den Besuch der Feuerwehrschule namhaft gemacht.

Ferner wurde beschlossen am 30.1.1955 im Vereinshaus in Aigen einen Ball abzuhalten.

Herr Dip. Ing. Walter  Vejvar, Lehrer von der Landwirtschaftsschule Schlägl, wurde in die FF- Schlägl aufgenommen.

1954 fanden auch die obligaten Ausrückungen, wie Floriani und Fronleichnam statt.

In den Ortschaften Diendorf und Natschlag ließ die Gemeinde unter Mitwirkung der Bevölkerung Löschteiche errichten.

Bei der Jahreshauptversammlung am 9. Dezember 1954 legte der Kassier Scheiblhofer seine Stelle zurück. Zum neuen Kassier wurde der Schriftführer Josef Wöss einstimmig gewählt, bzw. ernannt.

 

1955

Am 30. Jänner 1955 fand wieder der Schlägler Feuerwehrball im Vereinshaus in Aigen statt.

Vom 14. Bis 19.3.1955 nahmen die Kameraden Schmidinger Josef und Wöss Alois an einem Chargenlehrgang – Unterstufe in der Feuerwehrschule in Linz teil und konnten diesen Lehrgang mit Erfolg abschließen.

 

Unter Bürgermeister Resch wurde in den Jahren 1954 und 1955 ein neues Feuerwehrzeughaus gebaut, welches am Sonntag , den 3. Oktober 1955 eingeweiht wurde. Die Weihe wurde vom Zentraldirektor  Hochw. Herrn Ludolf Zauner vorgenommen. Dem Festakt wohnten  Bezirksfeuerwehrkommandant Natschläger, Abschnittsfeuerwehrkommandant Reingruber  und zahlreiche Ehrengäste sowie die Musikkapelle  Aigen und die Feuerwehrkameraden von Schlägl bei.

Im Jahre 1955 wurden in Unterneudorf und Weichsberg Löschteiche errichtet.

 

1957

 

Am 27. Jänner 1957 fand im Vereinshaus Aigen der Schlägler Feuerwehrball statt. Der Besuch war gut und der Erfolg zufriedenstellend. Der Eintrittspreis betrug S 7.-.

Am 10. März 1957 wurde in der Stiftstaverne die Jahreshauptversammlung abgehalten.

Am 12. September 1957 wurde in einer Feierstunde in der Stiftstaverne Schlägl, Herrn Bürgermeister  Franz Resch von Herrn Bezirkshauptmann Dr. Wilhelm Blecha, das Feuerwehr- Verdienstkreuz in Bronze (3.Stufe) verliehen. Dieser schlichten Feier wohnten neben Bgm. Resch, Herr Bezirkshauptmann Dr. Blecha , Herr Bezirksfeuerwehrkommandant Natschläger , Herr Abschnittkommandant Reingruber, die Gemeindeausschussmitglieder, Gemeindesekretär Gisela Sigl und die Feuerwehrkameraden der Schlägler Feuerwehr bei.

 

 

v. l. n. r        BILD 8

Herr Bezirkshauptmann Dr. Wilhelm Blecha

Herr Bürgermeister Franz Resch

Bezirkskommandant Leopold Natschläger

Hinten versteckt

Abschnittsfeuerwehrkommandant Karl Reingruber

Im Jahr 1957 waren für die Feuerwehr Schlägl keine Einsätze notwendig. Es war ein sehr gutes und ruhiges Jahr. Die Feuerwehr hat 4 Gruppenübungen und eine Hauptübung abgehalten.

Am 1. Mai 1957 ist Herr Franz Pfleger , der von Ulrichsberg nach Natschlag zugezogen ist, der FF-Schlägl beigetreten. Kamerad Pfleger war bereits von 1951 bis 1957 in der FF – Ulrichsberg tätig. Er hat bereits mehrere Lehrgänge in der Feuerwehrschule absolviert und besitzt das Leistungsabzeichen in Bronze .(auch Kommandantenlehrgang)1957 wurde in Winkl  ein Löschteich angelegt bzw. errichtet. Am Gemeindehaus wurde eine Sirene montiert.

 

1958

 

Am 9. Februar 1958 wurde wieder der Schlägler Feuerwehrball im Vereinshaus in Aigen abgehalten.

BILD 9

v. l. n. r. Franz Pichler, Schriftführer Josef Wöss, Kdt. Karl Krenn

am Kassiertisch beim Saaleingang in Fortgeschrittenener Stunde.

Am Sonntag dem 23. März 1958 wurden die von der Gemeinde Schlägl, auf Grund der Feuerpolizeiordnung ausgeschriebenen Neuwahlen der  Mitglieder des Feuerwehrkommandos durchgeführt. Zu den Wahlvorschlag für den Kommandanten waren aufgestellt:

Karl Krenn, Prof. Dipl. Ing. Walter Vejvar und Josef Scheiblhofer.

Die Wahl, die mittels Stimmzettel erfolgte, brachte folgendes Ergebnis:

Karl Krenn erhielt 23 Stimmen

Dip. Ing. Walter Vejvar erhielt 4 Stimmen und für Josef Scheiblhofer stimmten ebenfalls 4.

Für die Wahl des Kdt. Stellvertreter war nur ein Kommandant aufgestellt worden und zwar

Dip. Ing. Walter Vejvar. Er konnte 18 Stimmen auf sich vereinen,14 Stimmzetteln wurden leer abgegeben. Zum Zeugwart wurde Franz Pfleger einstimmig gewählt. Zum Schriftführer Josef Wöss und zum Kassier Leopold Kepplinger jun.

Über Initiative des Kommandantstellvertreters Dip. Ing. Vejvar kaufte die Gemeinde Schlägl bei der Fa. Rosenbauer eine Motorspritze RVW/75 an und übergab diese der Feuerwehr Schlägl. Die alte Motorspritze ist inzwischen kaputt gegangen. Gleichzeitig mit der neuen Pumpe wurden auch 200m B-Schläuche und ein Stativscheinwerfer angekauft. Der Kauf erfolgte im Oktober1958. Kdt. Str. Vejvar besuchte in der Feuerwehrschule einen Kommandantenlehrgang.

 

1959

 

Am 15. Februar 1959 fand die Jahreshauptversammlung statt.

Am 2. Juli 1959 nahm eine Gruppe der Feuerwehr Schlägl unter Führung von Kdt. Str. Vejvar

An einem Leistungswettbewerb teil und machten dort das Leistungsabzeichen in Silber. Am Wettbewerb nahmen teil: Dip. Ing. Walter Vejvar, Schmidinger Josef, Fuchs Alois, Schmidinger Robert, Wöss Josef Geiselreith, Pfleger Franz, Kepplinger Leopold, Lanzerstorfer  Hermann und Barth Rudolf.

Am 12. Juli 1959 fand die Weihe der neuen Motorspritze  statt. An der Feierlichkeit, die sich hauptsächlich bei der Landwirtschaftsschule Schlägl abspielte, nahmen zahlreiche Feuerwehren und der Musikverein Aigen teil. Die Weihe hat Herr Prior Altmann Mager vorgenommen. Die Patenschaft über die neue Spritze haben Frau Berta Lindorfer von der Baumgartenmühle und Frau Christine Jauker in Schlägl übernommen.

Nach der Weihe begab sich der Festzug in den Gastgarten der Stiftstaverne, wo dann ein Festkonzert , aufgeführt vom Musikverein Aigen unter Leitung des Kappelmeisters Bruno Böck, stattfand. Die Spritzenweihe war für die Feuerwehr Schlägl ein voller Erfolg.

In August 1959 fand in Aigen ein großes Grenzland-feuerwehrfest statt, bei dem auch zahlreiche Bayrische Feuerwehren vertreten waren. Auch die Feuerwehr Schlägl war fast vollständig vertreten.

Im Jahr 1959 hat die Feuerwehr Schlägl weder im Pflichtbereich noch auswärts Einsätze gehabt.

Übungen wurden von der Wettbewerbsgruppe sehr viele abgehalten. Die erste Wettbewerbsgruppe der Feuerwehr Schlägl wurde vom heutigen Feuerwehrkommandanten von Aigen i. M. HBI Karl Schiffner ausgebildet. Als Entschädigung bekam Schiffner S 100.- und ein Kameradschaftsabend wurde in seinem Gastlokal abgehalten.

Der erste Wettbewerb fand im Jahr 1956 statt.

BILD 10

1960

 

Das Feuerwehrkommando hat am 3. Jänner 1960 beschlossen. Hochw. Herrn Prior Altman Mager als Ehrenmitglied in die Freiwillige Feuerwehr Schlägl aufzunehmen. Die Ehrenurkunde wurde Herrn Prior in einer Feierstunde anschließend an die Vollversammlung 

Am 31 Jänner 1960 in der Stiftstaverne überreicht. Hochw. Herr Altmann Mager ist ein aufrichtiger Freund und Gönner der Feuerwehr. Er hat den Rüstwagen und die neue Motorspritze geweiht, und hat die Feuerwehr bei jeder Gelegenheit unterstützt.

Am 4. Oktober 1960 starb Kamerad Karl Haara(Braumeister).

Der Feuerwehrball fand am 24.Jänner 1960 im Vereinshaus in Aigen statt.

Am 20.Juli 1960 um ca. 19 Uhr schlug ein Blitz in das Anwesen des Bauern Pasta(Haselböck)in Günterreith und zündete. Das gesamte Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr Schlägl rückte sofort aus und kam gleichzeitig mit der Feuerwehr St. Oswald an Brandplatz an. Ein weitergreifen des Feuers auf Nachbargebäude konnte verhindert werden. Dieses Heim ist im Jahr 1937 ebenfalls durch Blitzschlag abgebrannt.

Am 15. August 1960 hat die Feuerwehr Schlägl (20 Mann)am Feuerwehr-Grenzlandtreffen in Wegscheid/Bayern teilgenommen.

Am 24. August 1960 um ½ 3 Uhr früh während eines Gewitters ein Blitz in das Bauernhaus  Josef  Barth in  Reith und zündete. Das ganze Gebäude wurde bis auf die Grundmauern eingeäschert. Auch das Nachbargebäude des Franz Haudum konnte nicht mehr gerettet werden. Die Feuerwehr Schlägl fuhr zur Brandbekämpfung aus. In Weichsberg wurde sie umgekehrt und hat gesagt , es brenne in Steineck. Erst auf der Fahrt nach Steineck stellte man richtig fest, das der Brand in Reith sei. Man musste wieder umkehren. Der Einsatz hat sich dadurch erheblich verzögert. Wenn die Feuerwehr Schlägl gleich zum Einsatzort gekommen wäre, hätte der Hausstock des Franz Haudum gerettet werden können. Das Vieh konnte ausgebracht werden.

BILD 11

Am 12. Oktober 1960 brach im Holzwerk  Norbertus ein Kesselbrand aus. Zur Bekämpfung des Brandes wurde die Feuerwehr gerufen. Brandursache Überhitzung.

Am 20. September 1960 wurde die Feuerwehr zum Kameraden  Adolf Wöss in Geiselreith gerufen um den Grümertstock abzutragen, da laut einer Temperaturmessung  Selbstentzündungsgefahr bestand. Das Abtragen erfolgte unter Feuerwehrschutz, es wurde also  eine Schlauchleitung gelegt.

1961

 

Der Schlägler Feuerwehrball wurde am 22. Jänner  1961 im Vereinshaus  in Aigen abgehalten, die Jahreshauptversammlung  am 5. Februar 1961 in der Stiftstaverne.

Wolkenbruchartige Regenfälle verursachten am 7. Juni 1961 eine derartige Überschwemmung, das die Wassermassen den Bahndamm beim Galgenbach durchbrach und im weiteren Lauf große Verwüstungen ausrichtete. Der Durchlauf  beim Stiftsportal konnte das Wasser nicht fassen, und es entstand  im Rehgarten ein Stausee. Die Mauern beiderseits des Stiftseinganges wurden überflutet. Die Straße vom Stiftseingang bis zur Taverne glich einen reißenden Strom. In die Räume der Weinstube drang das Wasser ein und die Feuerwehr musste zum auspumpen eingesetzt werden. Eine deratige Überschwemmung hatte Schlägl noch nie erlebt.

Am 8. Juni 1961 gingen wieder schwere Regen nieder, die wieder eine Überschwemmung verursachte. Aber  nicht mehr in diesen Ausmaß wie am Vortag. In der Weinstube musste aber wieder ausgepuppt werden.

BILD 12

Brandeinsätze waren im Jahre 1961 nicht notwendig.

 

1962

 

Am 4. Februar 1962 fand der Feuerwehrball im Vereinshaus Aigen statt. Das war der letzte Ball im Vereinshaus.

Die Jahreshauptversammlung wurde am 25. Februar 1962 in der Taverne abgehalten.

Am 7. Juli 1962 brach um 18 Uhr 45 durch Überhitzung der Trockenanlage im Holzwerk Norbertus ein Brand aus. (Brand im Trockner)Die Feuerwehr wurde alarmiert und konnte den Brand löschen, ehe er sich weiter ausbreiten konnte.

Am 22. Juli 1962 beging die Feuerwehr Schlägl das 40 jährige Bestandsjubiläum. Die 40 Jahrfeier wurde im bescheidenen Raum gehalten.

Um 9 Uhr 30 fand eine kleine Messe in der Stiftskirche statt, die vom Ehrenmitglied Hochw. Herr Altmann Mager zelebriert  wurde. Um 10 Ur 30 fand ein Festakt im Stiftshof statt, zu dem auch Ehrengäste geladen waren.

Um 12 Uhr gab es ein gemeinsames Mittagessen in der Stiftstaverne. Bei der 40 Jahrfeier wurden die noch lebenden Gründungsmitglieder mit der 40 jährigen Dienstmedaille ausgezeichnet.

Es sind dies:

Karl Krenn, Leopold Kepplinger,  Franz Resch, Franz Schmidinger, Franz Fürlinger, Karl Barth, Josef Gruber, Otto Kaiser, Josef Simmel, Karl Sailer und Anton Glachs.

Am 9. Oktober 1962 hat das Landesfeuerwehrkommando Linz eine Inspektion der Zeugstätte und der Einrichtungen der Feuerwehr Schlägl vorgenommen. Es wurde hierbei festgestellt, das die Geräte, die Zeugstätte und die Bücher sich in Mustergültiger Ordnung befinden.

 Im Mai 1962 wurde ein Gemeinschaftsfoto von den Feuerwehrkammeraden von Schlägl aufgenommen.

v. l. n. r. sitzend: Franz Fürlinger, Leopold Kepplinger, Otto Kaiser, Franz Resch, Prof. Dipl. Ing. Vejvar Walter, Kdt. Karl Krenn, franz Schmidinger, Josef Simmel, Franz Kepplinger, Schriftf. Josef Wöss.

Stehen 1.Reihe: Wöss Adolf, Kickinger Eduard, Barth Karl, Glachs Anton, Josef Jauker, Felhofer Johann, 

Wöss Alois, Scheiblhofer Josef, Sailer Karl, Gruber Josef, Felhofer Josef, Pfleger Franz.

2.Reihe: Gruber Josef jun., Barth Rudolf, Lanzerstorfer Herrmann, Wöss Josef Geiselreith, Schmidinger Robert, Fuchs Alois, Graf Hubert, Wöss Ludwig, Pichler Franz, Felhofer Rudolf, Schmidinger Josef.

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1963

 

 

Am 17. März 1963 wurde in der Stiftstaverne die Jahreshauptversammlung abgehalten. Anschließend wurden die von der Gemeinde Schlägl ausgeschriebenen Feuewehrwahlen durchgeführt.

Es wurden gewählt:

Zum Kommandanten: Herr Karl Krenn

Zum Kommandanten Stv.: Herr Prof. Dipl. Ing. Walter Vejvar

Zum Zeugwart: Herr Franz Pfleger

Zum Kassier: Herr Hermann lanzerstorfer

Zum Schrieftführer: Herr Josef Wöss

Am 4. Mai 1963 machte der Kdt.Stv. Herr Vejvar und der Zeugwart Pfleger in der Landesfeuerwehrschule in Linz das Leistungsabzeichen in Gold.

Die Voraussetzungen für den Erwerb des goldenen Leistungsabzeichen sind:

Der Besitz des silbernen Leistungsabzeichen und die Absolvierung  des Kommandantenlehrganges.

Am  11. August 1963 wurde um 17 Uhr 40 die Feuerwehr alarmiert, da in Richtung Bahnhof Öpping große Rauchschwaden aufgingen. Die Feuerwehr war sofort einsatzbereit und fuhr los. Auf der Fahrt musste man feststellen, das der Brand weiter weg sei und so fuhr die Feuerwehr dem Brandobjekt zu. Es war der Rückerhof in Dobretshofen, Gemeinde Öpping, der bis auf die Grundmauer niederbrannte,  da kein Löschwasser vorhanden war. Vom kleinen Mühlfluss wurde eine Leitung aufgebaut an der 5 Feuerwehren, darunter auch Schlägl beteiligt waren. Da aber immer wieder Motorpumpen ausgefallen waren, konnte nicht genügend Wasser zum Brandplatz gebracht werden. Um 24 Uhr kam die Feuerwehr aus dem Einsatz zurück. Einige Männer haben sich noch im Gasthaus Schiffner in Aigen ein Glas Bier gekauft und redeten noch von dem Brand. Plötzlich kam ein Bote und sagte: „in Rohrbach brennt es“ Rohrbach gab Großalarm. Die Männer eilten zur Zeugstätte und fuhren abermals los. Es brannte beim Gast.-und Landwirt Leitner in Rohrbach. Die Feuerwehr Schlägl wurde in Rohrbach nicht mehr eingesetzt, weil ohnedies schon einige Feuerwehren da waren. Der Brand beim Rückerbauer  brach durch den Betrieb eines Strohschneiders aus. Der bei Leitner in Rohrbach wurde gelegt und zwar von einem Besucher beim Brand Rückerhof, der dort nicht helfen durfte. Zu den beiden Bränden wird noch bemerkt, das ich überall  derart viele Schaulustige eingefunden haben, das die Feuerwehren teilweise bei der Anfahrt und bei der Brandbekämpfung behindert waren.

Am 1. Oktober 1963 tritt Herr Herbert Eisner  in die Feuerwehr Schlägl ein. Eisner war vom 26.Juni 1959 bis 30. September 1963 bei der Nachbarfeuerwehr in Aigen.

 

1964

 

Am 2.Februar 1964 wurde in der umgebauten Taverne die jetzt Hoftaverne heißt der Ball abgehalten. Es standen den Ballbesucher 2 Säle zur Verfügung, den es war auch im 1. Stock ein großer Saal, der später in Gästezimmer umgebaut wurde. Der Besuch war nicht sehr gut. Der Eintrittspreis betrug S 10.-.

Am 12 April 1964 fuhr die Feuerwehr Schlägl nach Ödt bi Haslach zur Bekämpfung eines Waldbrandes.

Am 27. Juni 1964 ging über unser Gebiet ein schweres Gewitter nieder, wobei es zu mehreren Blitzschlägen kam. Ein Blitz schlug um 18 Uhr 10 in das Anwesen des Bauern Robert Schmidinger in Natschlag 9 und zündete sofort. Innerhalb kürzester Zeit stand das Ganze Wirtschaftsgebäude in Flammen. Die Feuerwehr Schlägl war trotz des Versagens der Sirene

(der Strom war ausgeschaltet)schnell alarmiert und am Brandplatz eingetroffen. Am Brandplatz trafen noch die Feuerwehren Aigen , dann die Feuerwehr Ulrichsberg und die Feuerwehr Perwolfing ein. Ulrichsberg und Perwolfing waren nur ganz kurz eingesetzt, da der Brand bereits lokalisiert war. Das Wohngebäude konnte zur Gänze gerettet werden. Die Wasserversorgung war sehr gut (Löschteich ist ganz in der Nähe).

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Am 17. Juli 1964 schlug während eines Gewitters, das am Mittag über unser Gebiet hinweg ging, ein Blitz im Sommerhaus in Schlägl ein. Erst am späten Abend brach ein kleiner Dachstuhlbrand aus, der ohne Spritzeinsatz gelöschte werden konnte. Erschienen sind die Feuerwehren Schlägl und Aigen.

Am 6. November 1964 wurde die Feuerwehr zur Bekämpfung eines Zimmerbrandes bei Alois Nigl in Winkl 5 gerufen. Der Brand entstand in einer Zwischendecke.

Am 22 November 1964 wurde in der Hoftaverne Schlägl ein Ball abgehalten.

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1965

 

Am Faschingssonntag den 28. Februar 1965 vermählte sich der Feuerwehrkommandant Karl Krenn mit der Gemeindesekretärin Giesela Sigl. Die Hochzeitsfeier war ein großartiges Ereignis der ganzen Gemeindebevölkerung. Die Feuerwehr Schlägl nahm fast vollzählig teil. Die außerkirchliche Feier fand in der Hoftaverne statt.

Es herrschte ein überaus stürmisches Winterwetter.

Am 21. November 1964 wurde in der Taverne wieder ein Ball abgehalten.

Sonst war im Jahre 1965 in der Feuerwehr Schlägl nichts besonderes los.

Ausrückungen waren wie jedes Jahr zu Floriani und Fronleichnam.

Bemängelt wurde, dass 1965 keine Übungen abgehalten wurden.

 

1966

 

Die 44. Jahreshauptversammlung wurde am 1. Mai 1966 in der Hoftaverne abgehalten.

Am 18. Juni 1966 rückte die Feuerwehr zu einer Brandbekämpfung aus, die durch einen Brand in einen Schuppen des Kaufmannes Josef Kraml in Aigen notwendig war.

Am 2. August 1966 musste die Feuerwehr einen Kornfeldbrand in der Nähe der Haltestelle Schlägl bekämpfen. Ebenso einen Kornfeldbrand am 6. August 1966 . Die Kornfeldbrände entstanden durch  Funkenflug  aus der Lokomotive der Mühlkreisbahn.

Am 30. August 1966 wurde um 23 Uhr die Feuerwehr alarmiert, da das Haus des Heinrich Wöss (Realwöss) in Unterneudorf 11 brannte. Der Brand wurde vom Geistesgestörten Besitzer Heinrich Wöss selbst gelegt. Er wollte am Heuboden mit Kerzenlicht jemanden suchen, der sich Laut seinen Wahnvorstellungen dort versteckt hielt. Dabei steckte er das Haus in Brand und  kam selbst in den Flammen um. Die Hausbewohner, Frau mit 4 Kleinkinder und die Großmutter sowie das Vieh konnte durch den Zollwachbeamten Alois Gruber und durch Feuerwehrmänner gerettet werden.

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1967

 

Am 6. Jänner 1967 wurde der Feuerwehrball abgehalten. Die Jahreshauptversammlung fand am 12. März 1967 statt.

Am 3. Februar 1967 starb das Gründungsmitglied Karl Sailer aus Schlägl 29.

Ausrückungen wie jedes Jahr zu Floriani und Fronleichnam.

Am 24. August 1967 brach um 19 Uhr im Anwesen des Rudolf

Leitenmüller in Unterneudorf  Nr.1 durch Heißlaufen eines Strohschneiders ein Brand aus,

der auch sofort das Nachbargebäude des Hugo Kickinger in Unterneudorf 2 übergriff. Beide Häuser brannten bis auf die Grundmauer nieder. Am Brandplatz waren 9 Feuerwehren eingesetzt. Die etwas abseits stehenden Häuser des Rupert Wöss Nr. 9 und des franz Bauer Nr.3 konnten gerettet werden. Das Vieh konnte bis auf 4 Schweine bei Leitenmüller ausgebracht werden. Dadurch das vor zwei Jahren die Scheune des Hauses Unterneudorf 3(Andraschko)abgetragen wurde, entstand in der ganzen zusammengebauten Häuserreihe (5 Bauernhäuser) ein Zwischenraum, sodass das Feuer auf die anderen Häuser

(Schneeberger und Obermüller) nicht übergreifen konnte. Eingesetzt waren die Feuerwehren Schlägl, Aigen, Ulrichsberg, St. Oswald, Haslach, Ödt, Perwolfing, Rohrbach.

Da der Löschteich in Unterneudorf keinen Zulauf hat, war das Wasser bald zu ende. Es musste eine Schlauchleitung vom 500m entfernten Baureitherbach mit 4 Zwischenpumpen gelegt werden. Der Löschteich in Unterneudorf war derart Verdreckt, das die Pumpen zeitweise ausfielen.

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1968

 

Der obligate Feuerwehrball wurde am 7. Jänner 1968 in der Taverne veranstaltet.

Die Jahreshauptversammlung am 17. März 1968.

Am 17. März 1968 wurden die von der Gemeinde ausgeschriebenen Feuerwehrwahlen durchgeführt.

Es wurden gewählt:

Zum Kommandanten: Herr Karl Krenn

Zum Kommandantenstellvertreter: Herr Rudolf Barth

Zum Zeugwart: Herr Franz Pfleger

Zum Schriftführer: Herr Josef Wöss

Zum Kassier: Herr Hermann Lanzerstorfer

Zum Gruppenkommandant und Ausbildner: Herr Herbert Eisner

Am Florianisonntag den 5. Mai 1968 veranstalteten die Feuerwehr Schlägl und Aigen eine gemeinsame Florianifeier  in der Stiftskirche Schlägl. Anschließend fand im Stiftshof ein Festakt statt, wobei dem Abt des Stiftes Schlägl seiner Gnaden Dipl. Ing. Florian Pröll das landesfeuerwehrverdienstkreuz(Stufe 2) und den Bürgermeister von Aigen, Herrn Albert Aigner das Feuerwehrverdienstkreuz (Stufe 3) verliehen wurde. Die Verleihung nahm Regierungsrat Dr. Zweckmayr von der BH Rohrbach und Herr Landesfeuerwehrkommandant Franz Hartl vor. Diese Feier war umrahmt durch musikalische Einlagen des Musikvereines Aigen. Es waren auch zahlreiche Ehrengäste geladen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Hoftaverne wurde von den beiden Feuerwehren eine gemeinsame Alarmübung in der Nähe der Taverne abgehalten; Die viele  Zuschauer anlockte. Alle Anwesenden waren von dem hohen Ausbildungsstand und Einsatzfähigkeit der Feuerwehren beeindruckt. Diese gemeinsame Feier wurde vom Abschnittsfeuerwehrkommandanten  Karl Reingruber in die Wege geleitet und von den beiden Kommandanten Karl Krenn und Karl Schiffner sowie vom Herrn Direktor Dkfm. Adolf Czapek, Wirtschaftsdirektor des Stiftes Schlägls  vorbereitet.

Das Mittagessen und die Musik wurden von den beiden Feuerwehren bezahlt. Die Getränke 3/2 Bier pro Person spendete die Stiftsbrauerei bzw. das Stift Schlägl.

Am 4. Mai 1968 hat Kamerad Herbert Eisner das Leistungsabzeichen in Gold gemacht.

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Oberbrandmeister Dipl. Ing. Walter Vejvar ist aus Beruflichen Gründen nach Freistadt verzogen und scheidet somit aus der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl aus. Dipl. Ing. Vejvar hat sich in der Feuerwehr Schlägl große Verdienste erworben und so wurde er anlässlich seines Wegzuges zum Ehrenmitglied der FF-Schlägl ernannt. Die Ehrenurkunde wurde Herrn Vejvar bei der Abschiedsfeier  am 22. September 1968 in der Stiftstaverne überreicht. Unser Abschiedsfeier hat sich die Gemeindevertretung , die Vertreter der Raiffeisenkasse  und  Mitglieder des Förderungsringes von Schlägl angeschlossen. Es war eine sehr eindrucksvolle Feier.

Am 17. Oktober 1968 ist unser Kamerad und Gründungsmitglied Josef Simmel aus Schlägl 16 gestorben. Josef Simmel war einer der beliebtesten  Kameraden  in unserer Feuerwehr. Als Maschinist sehr tüchtig und in Gesellschaft sehr humorvoll und bei jedem Spaß dabei. Durch seinen Tod  ging ein Stück Schlägl verloren . Man wird noch lange an Kamerad Simmel denken.

Von 12. bis 14. Juli 1968 fand in Freistadt ein Leistungswettbewerb statt an dem sich eine Gruppe unter Leitung von Kamerad Eisner beteiligte und das Leistungsabzeichen in Bronze machte.

Am 9. November 1968 wurde gemeinsam mit der Feuerwehr  Aigen eine Alarmübung in Geiselreith abgehalten. Es wurden etliche Autoreifen in Brand gesteckt, die eine enorme Rauchentwicklung verursachte. Von dieser Übung wurde vorher niemand in Kenntnis gesetzt, so waren die Feuerwehrmänner der Meinung es handle sich um einen Brand in der Ortschaft Geiselreith. Erst als ein Teil der Schlauchleitung gelegt war, merkte man was wirklich los war.

 

1969

 

Am 5. Jänner 1969 fand der Schläger Feuerwehrball in der Hoftaverne statt. Der Ball war gut besucht und der Erfolg ebenfalls gut.

Die Jahreshauptversammlung wurde am 2. März 1969 in der Hoftaverne abgehalten.

Am 18. Mai 1969 machte die Feuerwehr Schlägl 27 Mann einen Ausflug zum Feuerwehrfest nach Mondsee. Auch die Feuerwehr Aigen und der Musikverein fuhren zu diesen Fest. Es waren alle sehr begeistert.

Am 3. August 1969 veranstaltete die Feuerwehr Schlägl hinter der Hoftaverne  ein Gartenfest, welches sehr gut gelungen war und erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Am Nachmittag konzertierte die Musikkapelle Aigen. Ein Humanist aus Traun sorgte für eine gute Laune. Ab 19 Uhr spielte die Tanzkapelle „Echo“ aus Ulrichsberg und die Freibühne war immer mit Tanzpaaren besetzt. Der Festwirt Hans Höglinger  sorgte für gute Getränke und Bratwürstl.

Vom 9. Bis 21. September 1969 fand in Linz ein Leistungswettbewerb an dem sich eine Gruppe aus Schlägl beteiligte und das Leistungsabzeichen in Silber machte. Folgende Kameraden nahmen am Wettbewerb teil:

Herbert Eisner, Anton Wöss, Robert Felhofer Natschlag, Alfred Felhofer, Franz Gruber, Friedrich Sonnleitner, Reinhard Strohofer, Peter Öppinger und Peter Eisschiel.

Kamerad Franz Fürlinger beging 29. am September1969  seinen 80. Geburtstag. Aus diesen Anlass veranstaltete die Feuerwehr am 28. September 1969 eine kleine Geburtstagsfeier in der Hoftaverne, wobei dem Jubilar ein kleines Geschenk gemacht wurde. Fast alle Feuerwehrkameraden nahmen an der Geburtstagsfeier teil.

Am 20. Juli 1969 nahm eine Gruppe an einem Naßlöschwettbewerb  in Ödt bei Haslach teil. Sie konnte sich aber nicht platzieren, da sie durch einen Schlauchplatzer kein Wasser nach vorne brachten. Am gleichen Tag erhielt Kamerad Leopold Steidl die 40 jährige Dienstmedaille. Die Überreichung fand durch Herrn Bezirkshauptmann wirklichen Hofrat Dr. Wilhelm Blecha in Ödt statt. Am Sonntag den 26. Oktober 1968 rückte die Feuerwehr Schlägl zur Bekämpfung eines Waldbrandes im Rudolfingerwald aus. Der Waldbrand war nicht sehr groß, doch war die Bekämpfung wegen der weiten Entfernung einer Wasserentnahmestelle sehr schwierig. Es war der Einsatz mehrerer Feuerwehren notwendig.

Am 27. Oktober 1969 wurde die Feuerwehr um 21 Uhr 20 alarmiert, da im Holzwerk Norbertus ein Trocknerbrand ausgebrochen war. Der Brand konnte ohne größere Schwierigkeit gelöscht werden.

Am 14. Dezember 1969 fand in der Hoftaverne Schlägl eine Abschnittstagung des Abschnittes Aigen statt. Es waren von allen Feuerwehren des Abschnittes Abordnungen vertreten. Die Tagung leitete Abschnittsfeuerwehrkommandant Karl Reingruber. Vorträge hielt Bezirksfeuerwehrkommandant Rammerstorfer und Feuerwehrarzt Dr. Böhme.

 

1970

 

Der Ball fand am 4. Jänner 1970 statt. Die Hauptversammlung am 14. März 1970.

Am 19. Mai 1970 starb Kamerad Otto Kaiser aus Schlägl 6 Binder in der Brauerei Schlägl. Am Begräbnis nahmen fast alle Kameraden teil. Otto Kaiser war 3 Perioden Zeugwart und ein aufrechter Kamerad.

Am 7. Juni 1970 nahm eine Gruppe unter Aufsicht des Gruppenkommandanten Herbert Eisner an einem Naßlöschwettbewerb in Aigen teil und konnte dort den 4. Rang erzielen und somit den ersten Pokal nach Hause bringen. Dieser Erfolg gab den Männern neuen Antrieb zur Teilnahme an weiteren Wettbewerben. Diese Gruppe nahm 1970 noch an 2 weiteren Wettbewerben teil und konnte jedesmal einen Pokal erringen.

Am 2. August 1970 wurde in Oberhaag ein Gartenfest veranstaltet. Der Erfolg war aber sehr gering.

 Am Mittag den 2. August 1970 ging am Böhmerwald ein Gewitter nieder, das sich zwar schnell verzog, aber starke Abkühlung brachte. Es war daher der Besuch vor allem am Abend sehr gering.

Ausrückungen waren 1970 zwei, Floriani und Fronleichnam.

1970 gab es überhaupt keinen Einsatz, weder im Pflichtbereich noch Auswärts. Nur einmal war die Feuerwehr Schlägl in Bereitschaft, als es in der Schindlau einen kleinen Brand gab, brauchte aber nicht eingesetzt werden.

 

1971

 

Der Ball wurde am 16. Jänner 1971 in der Taverne veranstaltet.

Die Jahreshauptversammlung wurde am 28. Februar 1971 im Gasthaus Schauer in Baureith abgehalten. Es herrschte großes Schneetreiben  und daher war die Beteiligung an der Versammlung sehr mäßig. Es waren von 48 Mitglieder nur 28 anwesend. Bei dieser Vollversammlung wurde beschlossen, eine Sterbekasse anzulegen und jährlich 10.- S  pro Mann einzuheben. Die Wettbewerbsgruppe hat wieder an einigen Naßlöschwettbewerben teilgenommen und konnte wieder einige Pokale erringen. Die Feuerwehr Schlägl hat für

18. Juli 1971 hinter der Hoftaverne ein Gartenfest vorbereitet. Dieses Fest musste wegen starken Regen kurzfristig abgesagt  und auf Sonntag den 1. August 1971 verschoben werden, wo dann das Wetter einiger Maßen gut war. Um ca. 17 Uhr fing es plötzlich an zu Regnen und die Besucher mussten fluchtartig den Platz verlassen. Eine halbe Stunde später war das Gartenfest wieder im vollen Gange. An diesem Fest wirkten mit:

Die Musikkappelle St. Oswald unter Leitung des Kapellmeisters, Schuldirektor Paul Raab, die Trachten und Volkstanzgruppe  „D Kazenstoana“ aus Bad Mühllacken und am Abend spielten zum Tanz auf der Freibühne  die „Böhmerwaldbuam“ aus Klaffer. Das Gartenfest war gut gelungen.

Am 3.Mai 1971 musste die Feuerwehr Schlägl ausrücken um einen Fußbodenbrand im E-Werk Kern in Schlägl zu bekämpfen.

Am 23. August 1971 musste von Feuerwehrmänner das Haus Kerschbaum 10, Besitzer Franz und Elisabeth Reischl mit einer Plastikplane abgedeckt werden, an diesem Haus war das Dach abgetragen , weil eine Aufstockung bevorstand. Durch starke Regenfälle ist das wasser bereits in die Wohnräume eingedrungen.

 

Bei der Heimfahrt von einem Bewerb aus Auberg am 12. September 1971 ging der Motor des Feuerwehrwagens kaputt. Obwohl man schon längere Zeit mit derartigen Schaden gerechnet hat, war man doch etwas überrascht. Nun galt es zum überlegen, ob man den alten Wagen wieder reparieren lassen soll oder gleich einen neuen Wagen zu kaufen. Der Gemeinderat unter Bürgermeister Sonnleitner Johann hat sich für den Ankauf eines neuen Kleinlöschfahrzeuges „Landrover“ entschieden. Und so wurde bereits im Oktober bei der Firma Rosenbauer in Linz- Leonding  das Löschfahrzeug bestellt.

Die Feuerwehr hat sich bereiterklärt, noch im selben Jahr eine Haussammlung durchzuführen, damit die Gemeinde nicht den ganzen Betrag von 152 000.- S welches das Fahrzeug kostet, bezahlen muss.

An der Sammlung beteiligten sich hauptsächlich die Kommandomitglieder.

Die Sammlung brachte S 35 540.- ein.

Spenden aufgeteilt nach Ortschaften:

Baureith………….S 4.640.-                    Schlägl……………....S 9.345.-

Breitenstein………S 1.280.-                    Unterneudorf………..S 1.235.-

Diendorf………….S 4.845.-                    Weichsberg………....S 1.080.-

Geiselreith………..S 2.030.-                    Winkl………….........S 1.470.-

Kerschbaum………S   960.-                     St.Wolfgang………..S 1.530.-

Natschlag…………S 4.070.-                    Wurmbrand…….......S 1.740.-

Fa.Wöber Aigen….S 1.000.-                  sonstige Spender……..S    315.-

Das Stift Schlägl wurde von der Gemeinde schriftlich um eine Spende gebeten, auf die jedoch vergeblich gewartet wurde.

Im Jahr 1971 waren auch die üblichen Ausrückungen.  Übungen wurden sehr viele abgehalten. Abordnungen haben an der Abschnittstagung und der Bezirkstagung teilgenommen.

Die Raiffeisenkasse Schlägl hat der Feuerwehr Schlägl eine Garnitur Saugschläuche und ein Strahlrohr mit Mannschutzbrause gekauft. Diese Feuerwehrgeräte repräsentieren einen Wert von S 6.650.-. Das ist ein großzügiges entgegenkommen der Raiffeisenkasse.

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1972

 

Der Ball der Feuerwehr Schlägl wurde am 15.Jänner 1972 in der Hoftaverne veranstaltet. Der Besuch war sehr gut.

Am 28. Jänner 1972 starb das Gründungsmitglied Kamerad Franz Fürlinger aus Schlägl Nr. 1.

Kamerad Fürlinger hat der Feuerwehr Schlägl in einem vor Jahren gemachten Testament einen Betrag von S 5.000.- vermacht. Dieses Testament wurde vom Gericht nicht anerkannt, da nur zwei Zeugen unterschrieben waren und der Haupterbe bereits verstorben war. Die Feuerwehr hat daher die S 5.000.- nicht bekommen.

Am 19. März 1972 wurde die Jahreshauptversammlung im Gasthaus Hörschläger in Oberhaag abgehalten.

Am 3. März 1972 wurde das neue Löschfahrzeug bei der Firma Rosenbauer in Linz-Leonding abgeholt.(Kdt. Krenn, Eisner, Andexlinger, Steidl, Wöss)

Am 7. Mai 1972 wurde der Floriani – Kirchgang mit der Feuerwehr Aigen und dem Musikverein Aigen in der Pfarrkirche Aigen veranstaltet.

Am 1.Mai 1972 brannte die Bienenhütte des Kameraden Josef  Felhofer in Winkl ab. Die Feuerwehr wurde alarmiert und konnte den Brand bald löschen. Auch die Feuerwehr Aigen ist am Brandplatz erschienen, wurde aber nicht eingesetzt.

Am Tag vor der  50 Jahrfeier , am 10. Juni 1972 musste die Feuerwehr Schlägl mit dem neuen Löschfahrzeug zu einem Waldbrand in die Bayrische Au ausrücken. Der Waldbrand konnte gelöscht werden.

 

Seit dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl sind nun 50 Jahre vergangen. Es ist daher üblich den 50. Geburtstag in würdiger Weise zu feiern bzw. zu begehen.

Es wurde beschlossen die Feier in kleinen Rahmen aber in würdiger Weise zu halten, dennoch gab es viele Vorbereitungsarbeiten.

Am 11. Juni 1972 war es dann so weit und das Fest begann mit einen Naßlöschwettbewerb auf der Wiese neben der Tankstelle Jauker in Schlägl. Am Wettbewerb nahmen 53 Wettbewerbsgruppen teil. Die 1. Schläger Gruppe konnte hier mit der Tagesbestzeit von  68 sec. Den ersten Preis mit einem schönen Pokal der vom Abschnittsfeuerwehrkommandanten Karl Reingruber gestiftet wurde, erringen.

Auch der 1970 vom Abschnittskommandanten  gestiftete Wanderpokal ging von Aigen nach Schlägl. Der Wettbewerb, der um 1/8 Uhr begonnen hat, konnte um 12 Uhr beendet werden.

Der Wettbewerb ist plangemäß und ohne Zwischenfall verlaufen. Nach dem Mittagessen nahmen die Wettbewerbsgruppen bei der Tankstelle Jauker Aufstellung.

Die Zahlreichen Ehrengäste wurden vor der Hoftaverne von Kdt. Stellvertreter Rudolf Barth empfangen und zur Ehrentribüne geleitet.

Um 14 Uhr marschierten die Feuerwehrmänner zum Festplatz neben der Taverne, wo sie Aufstellung nahmen. Die Feuerwehrmänner marschierten in zwei Blöcken.

Den 1. Block(Wettbewerbsgruppen in Arbeitsanzügen und Helm) kommandierte Oberamtswalter Herbert Eisner aus Schlägl und den 2. Block (Feuerwehrmänner in brauner Uniform) kommandierte Kdt. Stv. Alexander Höllmüller aus Aigen.

Die Begrüßung der Ehrengäste, der Feuerwehrmänner und der zahlreich erschienen Bevölkerung erfolgte durch den Kdt. Stv. Rudolf Barth, da der Feuerwehrkommandant schwer  erkrankt im Krankenhaus war. Die verbindende Worte sprach Schriftführer  Josef Wöss. In Vertretung des Landesfeuerwehrkommandanten sprach der Stellvertreter Furtlehner.

In Vertretung des Herrn Bezirkshauptmannes war Herr Oberregierungsrat Dr. Zweckmayr anwesend, der auch die Festsprache hielt. Die Weihe des neuen Löschfahrzeuges nahm seiner Gnaden Abt Ing. Florian Pröll vor. Der ursprünglich für die Weihe vorgesehene Hochw. Herr Prior Altmann Mager, Ehrenmitglied der Feuerwehr Schlägl, konnte wegen Krankheit an der Feier nicht teilnehmen. Nach dem Festakt erfolgte ein Vorbeimarsch der Feuerwehren an der Festtribühne , aber vorher war noch die Siegerehrung, der am Wettbewerb teilgenommenen Gruppen. Anschließend wurden die Ehrengäste zu einer kleinen Jause in die Stiftsbrauerei eingeladen. Die Musik konzertierte noch eine Weile am Festplatz und so wurde die 50 Jahrfeier  um 18 Uhr beendet.

Zum 50- jährigen Bestandsjubiläum wird noch bemerkt, dass die noch lebenden Gründungsmitglieder ; Karl Krenn, Leopold Kepplinger, Franz Kepplinger, Franz Schmidinger, Franz Resch, Josef Gruber, Karl Barth, Franz Fürlinger und Anton Glachs , von der Feuerwehr Schlägl eine schöne Ehrenurkunde bekommen haben.

Anläßlich des 50-jährigen Jubiläums wurde eine Festschrift verfasst, die teilweise im Vorverkauf  und wärend es Festes selbst um S 10.- verkauft wurde. Die Festabzeichen wurden ebenfalls um S 10.- verkauft. Die Gesamteinnahmen  betrugen S 15.400.- die Ausgaben S 10.500.-.

Bei der 50 Jahrfeier wurden die Kameraden Josef Felhofer Winkl und Johann Felhofer Natschlag mit der 40 jährigen Dienstmedaille und Kamerad Adolf Wöss Geiselreith mit der 25 jährigen Dienstmedaille ausgezeichnet.

Der Hochwürden Herr Prior Altmann Mager , Ehrenmitglied der FF. Schlägl hat anläßlich der 50 Jahrfeier und Weihe des neuen Rüstwagens der Feuerwehr Schlägl S 1000.- gespendet.

BILD 20(Festabzeichen)

Am 7. März 1972 brach im Kesselhaus  des Sägewerkes Huber in Aigen ein Brand aus, der beinahe zu einer Katastrophe geführt hätte, wenn er nicht so zeitgerecht entdeckt worden wäre. Die Feuerwehr Schlägl fuhr mit dem neuen Löschwagen zum ersten mal aus und beteiligte sich an der Brandbekämpfung. Auch die Feuerwehr Aigen war am Brandplatz und beteiligte sich an der Brandbekämpfung.

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Nach längerer schwerer Krankheit starb der langjährige Kommandant und Schmiedemeister Karl Krenn am 5. September 1972. Das Begräbnis fand am 10. September 1972  in Aigen statt, an dem fast alle Feuerwehrkameraden  von Schlägl , die Feuerwehr Aigen, Abordnung der umliegenden Feuerwehren, die Musikkappelle Aigen und eine große Anzahl der Bevölkerung teilgenommen hat. Kdt. Krenn war in der Feuerwehr und bei der Bevölkerung sehr beliebt. Er war Träger des Feuerwehrverdienstkreuzes, der 25- jährigen und der 40-jährigen Dienstmedaille und der Hochwassermedaille. Unter seinem 23 jährigen Kommando wurde die Feuerwehr Schlägl motorisiert und den Anforderungen entsprechend ausgerüstet. Er sorgte auch dafür , das die Mannschaft immer gut ausgebildet wurde. Kdt Karl Krenn war ein aufrechter und pflichtbewusster Feuerwehrkamerad und ein guter Kommandant. Er wird der Feuerwehr noch lange in Erinnerung bleiben.

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Am 14. Oktober 1972 musste die Feuerwehr ausrücken um einen Brand am Ablagerungsplatz in Oberhaag zu löschen.

Am 27. Dezember 1972  um ¾ 12 Uhr nachts brach in der Holztrockenanlage bei Lindorfer in der Baumgartenmühle Schlägl ein Brand aus, der beinahe eine Katastrophe geworden wäre, wenn das Feuer die angebaute Werkstatt erfasst hätte. Eingesetzt waren die Feuerwehren  Aigen und Schlägl. Am Brandplatz sind auch die Feuerwehren Rohrbach und Ulrichsberg erschienen. Die Alarmierung in Schlägl hat nicht geklappt. Es sind nur 4 Mann ausgerückt, einige waren unter den Zuschauern. Bei der Feuerwehr Aigen hat die Pumpe versagt. Der Einsatz der Feuerwehr Schlägl dauerte bis am späten  Nachmittag des nächsten Tages, weil der gesamte Silo und die Trockenanlage geräumt werden mussten.  Für diesen Einsatz zahlte die Fa. Lindorfer der Feuerwehr S 3.000.- wovon die Feuerwehr Aigen S 1.000.- bekam,

S 740.-  wurden der Kameradschaftskasse zugeführt, der Rest wurde anteilsmäßig an die im Einsatz gestandenen Kameraden aufgeteilt. Mit dem Jahre 1972 wird das erste halbe Jahrhundert seit dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl abgeschlossen.

Aus der Einsatz und Brandgeschichte kann man entnehmen, das die Freiwille Feuerwehr Schlägl bisher sehr Erfolgreich zum Wohle der Mitmenschen wirken konnte. Es wird erwartet, dass die nächsten 50 Jahre ebenso erfolgreich verlaufen.

 

In dieser Chronik können natürlich nicht alle Kleinigkeiten vermerkt werden. Es werden ohnedies Protokolle über die Jahreshauptversammlung und der Kommandositzungen verfasst  und aufbewahrt. Ebenso liegen Durchschriften der Einsatz-und Brandberichte auf. Ein Mitgliederverzeichnis und ein Inventurverzeichnis wird laufend geführt. Der Kassier ist verpflichtet ein Kassenbuch zu führen. Es sei vermerkt, das der Kassenstand der Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl per 31. Dezember 1972

S 11.355,57 betrug.

Für die Kameradschaft in der Feuerwehr Schlägl wurden in den letzten Jahren sogenannte „Hendlbraten“ veranstaltet, an denen auch die Frauen der Kameraden teilnehmen konnten.

Bei diesen Hendlbraten ging es immer sehr gemütlich zu. Veranstaltet wurden die Hendlbraten 2 mal bei der Brauerei, 1 mal bei der Taverne, 1 mal beim Schmidinger in Natschlag und 1 mal bei Springer in Schlägl. 

 

 

Der jeweilige Bürgermeister ist auch Chef der Freiwilligen Feuerwehr.

Seit der Gründung waren folgende Bürgermeister:

Von 1919 bis 1924   Leopold Wöss aus Wurmbrand 5

Von 1924 bis 1929   Josef Nigl aus Winkl 2

Von 1929 bis 1935   Karl Barth aus Weichsberg 7

Von 1935 bis 1938   Adolf Rauscher aus Breitenstein 2

Von 1938 bis 1945   Franz Pfleger aus Schlägl 17

Von 1945 bis 1949   Franz Kepplinger aus Natschlag 15

Von 1949 bis 1961   Franz Resch aus Geiselreith 2

Von 1961 bis 1973   Johann Sonnleitner aus Wurmbrand 3

Von 1973 bis 1989   Alois Gierlinger aus Schlägl 80

Von 1989 bis 20        Ing. Josef Moser Schachlingstr. 26   

 

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1973

 

Hier beginnen die Einträge ab dem Jahre 1973 und zu beginn des zweiten Fünfzigern.

Am 13. Jänner 1973 fand in der Hoftaverne Schlägl der traditionelle Schlägler Feuerwehrball statt. Der Besuch war außerordentlich gut und man musste feststellen, das der Platz in der Taverne für eine Ballveranstaltung viel zu klein sei.

Vom 8. bis 12. Jänner 1973 besuchten folgende Kameraden in der Feuerwehrschule in Linz einen Löschmeisterlehrgang: Eisschiel Peter, Öppinger Peter und Sonnleitner Friedrich.

Es trifft sich so gut, dass mit Ende des 50 jährigen Bestandes auch die Wahlperiode ausläuft. Es sind daher Neuwahlen erforderlich. Die Wahlen der Kommandomitglieder wurden nach der Jahreshauptversammlung die am 25. Februar 1973 in der Hoftaverne stattfand, durchgeführt. Die Wahlen wurden vom Gemeindeamt ausgeschrieben und unter Vorsitz des Bürgermeisters Johann Sonnleitner durchgeführt.

Es wurde folgende Wahlvorschlag eingebracht:

Für den Feuerwehrkommandanten :        Herbert Eisner und Josef Jauker

Für den Kommandantstellvertreter:         Rudolf Barth und Peter Eisschiel

Für den Zeugwart:                                   Adolf Andexlinger und Josef Schmidinger

Für den Schriftführer:                              Josef Wöss und Alfred Felhofer

Für den Kassier:                                      Hermann Lanzerstorfer und Rudolf Felhofer

 

Zum Kommandanten wurde  mit 42 Stimmen Herbert Eisner gewählt.

Zum Kommandant Stv. Peter Eisschiel mit 25 Stimmen (Barth 22 Stimmen)

Zum Zeugwart Adolf Andexlinger mit 41Stimmen(Schmidinger 6 Stimmen)

Zum Schriftführer Josef Wöss mit 42 Stimmen(Felhofer 5 Stimmen)

Zum Kassier Hermann Lanzerstorfer mit 41 Stimmen(Felhofer 6 Stimmen)

 

Am 16. Februar 1973 starb das Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl, Hochw. Herr Prior Altmann Mager  im 83. Lebensjahr. Hochw. Herr Altmann war ein aufrichtiger Freund und Gönner der Feuerwehr. Das Begräbnis fandam 20. Februar 1973 in Schlägl statt, an dem eine große Anzahl der Schlägler Feuerwehrkammeraden teilnahmen. Die Feuerwehr Schlägl wird dem verstorbenen Ehrenmitglied stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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Am 17. Juni 1973 fand in Aigen das 100 jährige Gründungsfest der Freiw. Feuerwehr  Aigen i. M. satt.

Bereits am Samstag den 16. Juni 1973 fand ein Naßlöschwettbewerb statt, an dem sich 2 Schlägler Gruppen beteiligten und sich dabei gut platzieren konnten.

Am Sonntag den 17. Juni 1973 vormittags fand vor der Kirche ein Festakt mit Feldmesse statt. Es wurden auch Dienstmedaillen und Verdienstkreuze verliehen.

 Das Landesfeuerwehrverdienstkreuz Stufe III erhielt der Bürgermeister von Schlägl, Herr Johann Sonnleitner aus Wurmbrand 3 und der Feuerwehrkommandant der Feuerwehr Schlägl, Herr Herbert Eisner Schlägl 40.

Zu Beginn des zweiten Fünfzigers und nach der Wahl eines neuen Kommandos wurde

Am 24.6.1973 ein Gemeinschaftsfoto von den Schlägler Feuerwehrkameraden aufgenommen.

Es waren 43 von 53 Feuerwehrkameraden anwesend.

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Sitzend v. l. n . r. Franz Kepplinger, Anton Glachs, Franz Resch, Kdt. Herbert Eisner, Bgm. Johann Sonnleitner, Kdt. Stv. Peter Eisschiel, Karl Barth, Franz Schmidinger, Leopold Kepplinger,

Stehend 1.Reihe: Herbert Mitgutsch, Ewald Brendtner, Josef Groiß, Erwin Schlägl, Adolf Andexlinger, Franz Felhofer, Josef Wöss, Anton Wöss, Leopold Steidl, Friedrich Wöss, Robert Felhofer, Ludwig Wöss, Robert Schmidinger, Hermann Lanzerstorfer, Rudolf Barth, Josef Jauker, Alfred Felhofer, Eduard Kickinger, Karl Öppinger, Peter Öppinger, Friedrich Sonnleitner.

2. Reihe stehend: Alois Nigl, Alois Wöss, Konstant Schauer, Franz Gabriel Geiselreith, Walter Gabriel, Reinhard Strohofer, Johann Brendtner, Hermann Springer, Franz Brendtner, Franz Gruber, Josef Schmidinger, Rudolf Felhofer, Franz Pichler Baureith, Franz gabriel Weichsberg,

Es fehlten: Gerhard Reischl, Robert Felhofer Baureith, Rudolf Wax, Josef Felhofer, Franz Pichler Schlägl, Adolf Wöss, Josef Gruber, Alois Fuchs, Johann Felhofer, Franz Pfleger.

Am 1. Juli 1973 hat die Feuerwehr Schlägl hinter der Hoftaverne wieder ein Gartenfest veranstaltet. Am Nachmittag spielte der Musikverein Aigen und am Abend zum Tanz auf der Freibühne die „Spitz Buam“ aus Kleinzell. Die Tanzkapelle kam beim Publikum sehr gut an. Zur Belustigung war ein Schießstand aufgestellt und es gab eine kleine Tierschau. An die Kinder wurden Luftballons verteilt, die von der Raiffeisenkasse Schlägl gespendet wurden.

Beim 11. Landesfeuerwehrleistungsbewerb vom 20. Bis 22. Juli 1973 in Perg, an dem 2 Gruppen aus Schlägl teilnahmen erhielten diese das Leistungsabzeichen in Silber. Beide Gruppen sind in Bronze und Silber angetreten. Die 1. Gruppe erreichte in Bronze einen 3. Rang und bekam eine schöne Plakette.

2 Gruppen der Feuerwehr  Schlägl nahmen im Laufe des Sommers an mehreren Naßlöschwettbewerben  teil und konnten hiebei beachtliche Erfolge erzielen. Die erste Gruppe wurde z.B.: in Rohrbach, in St. Peter und in Ulrichsberg 1. Die zweite Gruppe konnte sich auch gut platzieren.(in Ulrichsberg wurden sie 2.)

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Wettbewerbsgruppe I  mit 28 Pokalen

Hockend: Felhofer Franz(1),Eisschiel Peter(Masch.)

Stehend v. l. n. r. Reischl Gerhard(Meld.), Felhofer Robert(4), Öppinger Karl(6), Eisner Herbert (Kdt.), Sonnleitnern Fritz(3), Groiß Josef(2), Öppinger Peter(5)

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Auf diesem Bild sind folgende Feuerwehrmänner zu sehen:

Die im hellen Overall sind aus der Gruppe I die im dunklen aus der Gruppe II

v. l. n. r.: Öppinger Karl, Pichler Franz, Felhofer Robert, Kdt. Eisner Herbert, Franz Felhofer,

Kdt, Stv. Eisschiel Peter, Sonnleitner Fritz, Brendtner Franz, Groiß Josef, hockend Öppinger Peter.

Hinten: Schlägl Erwin, Brendtner Johann, Gabriel Walter, Springer Hermann, Brendtner Ewald.

Die 2. Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:

 

 

Am Florianisonntag den 6. Mai 1973 fand in Schlägl gemeinsam mit der Freiw. Feuerwehr Aigen und dem Musikverein Aigen eine Florianifeier statt. Die beiden Feuerwehren marschierten unter den Klängen der Musik in die Stiftskirche, wo sie an einem Gottesdienst teilnahmen. Nach dem Gottesdienst gratulierten die beiden Kommandanten (Herbert Eisner Schlägl und Karl Schiffner Aigen) dem Abt des Stiftes, seiner Gnaden Dip. Ing. Florian Pröll zu seinem Namenstag.

Die Feuerwehr Schlägl nahm am Sonntag den 24.6.1973 an der Fronleichnamsprozession in Schlägl teil.

Im Jahr 1973 waren folgende Einsätze:

Am 22. Juni 1973 Sägespänesilobrand  in der Mühlviertler Holzindustrie. Eingesetzt waren die Feuerwehren Aigen und Schlägl. Die Feuerwehr Schlägl hat hier zum 1. Mal die Rauchmasken, die im Frühjahr angekauft wurden, eingesetzt.

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Am 15. 10.1973 wurde die Feuerwehr Schlägl zur Bekämpfung eines Staubsilobrandes  im Holzwerk Norbertus in Schlägl gerufen. Die Bekämpfung dieses Brandes war wegen Explosionsgefahr äußerst schwierig. Es gelang aber den Brand, ohne das ein größere Schaden entstanden ist, zu löschen. Auch die Feuerwehr Aigen war eingesetzt. Ein weiterer Brandeinsatz war am 11.12.1973 im Sägewerk Huber in Aigen.

Abordnungen der Freiw. Feuerwehr Schlägl nahmen an der Abschnittstagung in St. Oswald und an der Bezirkstagung in Altenfelden teil.

Bei einem Skikjöring  am 4. März 1973 wurde die Rennstrecke von der Haltestelle Schlägl über Baureith bis zur Bahnhofstrasse Aigen von Feuerwehrmänner abgesichert. Veranstalter war der 1. Mühlviertler Motorsportclub Schlägl(Obmann Gabriel Kilian)

Am Samstag den 1. Dezember 1973 hat die Feuerwehr Schlägl im Gasthaus Siegl in St. Wolfgang einen Kameradschaftsabend veranstaltet, an dem viele Kameraden mit Ehegattinnen teilgenommen haben. Auch Bgm. Gierlinger war anwesend. Der Abend verlief sehr gemütlich und es wurde der Wunsch geäußert derartige Abende öfters zu veranstalten.

Am Sonntag den 23. September 1973 fand eine Abschnittsherbstübung in Oberschwarzenberg statt, an der auch die Feuerwehr Schlägl teilnahm. Die Übung war hauptsächlich eine Besichtigung und Auskundschaftungen von Wasserentnahmestelle im Falle eines Waldbrandes.

Am 29. September 1973 starb das Gründungsmitglied Karl Barth aus Weichsberg. Das Begräbnis fand am 22.9.1973statt an den fast alle Feuerwehrkameraden teilnahmen.

Das Begräbnis mußte ohne Musik durchgeführt werden, weil der Musikverein nicht bereit war zu spielen. Die Bevölkerung hat den Musikstreik nicht sehr gut aufgenommen.

 

1974

 

Am 5. Jänner 1974 fand der Schlägler Feuerwehrball im Hotel Almesberger in Aigen statt. Sehr guter Besuch, daher ein voller Erfolg.

Die Abschnittstagung wurde  am 20. Jänner 1974 in Schwarzenberg abgehalten.

Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Schlägl fand am 10. März 1974 in der Stiftsbrauerei statt. Als Ehrengäste waren Bgm. Gierlinger, Bez. Kdt. Kepplinger und Gendarmerie Bez. Insp. Punzenstadler  anwesend.

Am 26. April 1974 rückte die Feuerwehr Schlägl zur Bekämpfung eines Brandes in Hehenberg(Haus Eisner) aus.

Am 5. Mai 1974 fand die Florianifeier in Aigen gemeinsam mit der Feuerwehr Aigen statt.

Am 11. Mai 1974 machten folgende Feuerwehrmänner das goldene Leistungsabzeichen nach dem sie vorher (21.1. – 25.1.1974)den Kdt. Lehrgang besuchten:

Eisschiel Peter, Öppinger Peter und Friedrich Sonnleitner.

Am 8. und 9. Juni 1974 nahm eine Gruppe (Baureither Gruppe) am 12. Tiroler – Landeswettbewerb in Zirl teil und machte dort das Bundes-Leistungsabzeichen in Bronze und Silber. Es nahmen folgende Kameraden daran teil:

Eisschiel Peter, Gruber Franz, Öppinger Peter, Groiß Josef, Reischl Gerhard, Felhofer Robert, Felhofer Franz, Sonnleitner Friedrich und Gabriel Walter.

Die selbe Gruppe nahm auch am OÖ. Landeswettbewerb am 28. Juni 1974 in Wels teil.

Am 16.8.1974 brach im Holzwerk Norbertus ein Trocknerbrand aus, deren Bekämpfung sich wegen Explosionsgefahr sehr schwierig gestaltete. Auch die Feuerwehr Aigen war an der Brandbekämpfung beteiligt.

Am 15.8.1974 fand die Primiz des Hochw. Herrn Ludolf  Miesbauer aus Grünwald in Aigen statt, zu der auch die Feuerwehr Schlägl geladen war. Es war eine sehr eindrucksvolle Feier.

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Auf dem Bild: Hochw. Herr Pfarrer Kasimir mit dem Primizianten (mit Bart) der Kameradschaftsbund und die Feuerwehr Aigen und Schlägl.

Am 7. Dezember 1974 fand in Ulrichsberg – Pfarrsaal – eine Ehrung verdienter Feuerwehrmänner des Abschnittes Aigen statt. Die Feier fand in einem sehr würdigen Rahmen mit der Musikkapelle Ulrichsberg und mit humoristischen Einlagen des Hauptschul-Oberlehrer Winter statt. Von der Feuerwehr Schlägl wurden ausgezeichnet:

Mit dem OÖ. Feuerwehrverdienstkreuzes III Stufe der Schriftführer Josef Wöss,

mit der 25 jährigen Dienstmedaille : Kickinger Eduard, Pichler Franz, Schauer Konstant, Wöss Ludwig und Friedrich Wöss

Mit der Bezirksmedaille in Silber: Pfleger Franz und Steidl Leopold,

mit der Bezirksmedaille in Bronze: Andexlinger Adolf, Barth Rudolf, Lanzerstorfer Hermann, Schmidinger Josef und Wöss Alois.

Am 3. August 1974 ist ganz plötzlich Kamerad Reinhard Strohofer gestorben.

ZEITUNGSAUSSCHNITT (Ulrichsberg: Verdiente Auszeichnung)

 

1975

 

Am 17. Jänner 1975 fand die Abschnittstagung in Hinterschiffl, Kohlstadt statt.

Der Schlägler Feuerwehrball wurde am 1. Februar 1975 im Hotel Almesberger in Aigen abgehalten, die Jahreshauptversammlung am 16. Februar 1975 in der Hoftaverne Schlägl.

Die Bezirksarbeitstagung fand am 9. März 1975 im Gasthaus Harmach in Rohrbach statt.

Technische Einsätze waren zwei, am 16. April 1975 Löschteichreinigung in Baureith,

am 23. Mai 1975 Kanalspülen.

Brandeinsätze : Am 26. April 1975 in Babelsberg und am 27. April 1975 in der früh in Schwackerreith .

 Am 9. August 1975 war bei der Hoftaverne ein Autobrand. Am 19. August 1975 war der obligatorische Brand im Holzwerk Norbertus. Dieses mal war der Brand schon ziemlich fortgeschritten.

Ausrückungen waren: am 4. Mai 1975 Florianifeier mit der Feuerwehr Aigen , in Schlägl am 1. Juni 1975Fronleichnam, am Primiz des Hochw. Herrn Othmar Wögerbauer aus Rudolfing in Aigen.

Am 24. Mai 1975 feierte unser Gründungsmitglied franz Schmidinger aus Natschlag 9 im Kreise seiner  nächsten Verwandten das goldene Hochzeitsjubiläum. Eine Abordnung der FF Schlägl überbrachte ihm zu diesem Anlass die Glückwünsche mit einem kleinen Geschenk. Die selben Gratulanten fanden sich am 19. Juli 1975 bei Franz Schmidinger ein, um ihm zum 80 Geburtstag zu gratulieren.

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Im Frühjahr 1975 wurde eine Jugendgruppe angestellt, die aus neun Burschen aus Baureith besteht. Die Ausbildung haben Kdt. Stv. Eisschiel, Peter Öppinger und Karl Öppinger übernommen. Die Jugendgruppe hat an folgende Wettbewerben teilgenommen.

Am 1.6.1975 in Amesedt, am 8.6.1975 in Baureith, am 22.6.1975 in Hühnergeschrei und

am 29.6.1975 in Kollerschlag.

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Die Jugendgruppe: Groiß Günter, Groiß Roland, Mathe Christian, Schiffler Franz, Schiffler Rudolf, Schiffler Günter, Wöss Josef, Wöss Ewald, Wöss Norbert.

Eine Schlägler Wettbewerbsgruppe hat außer den bereits erwähnten Wettbewerben noch am Landeswettbewerb in Tirol, am OÖ. Landeswettbewerb in Eferding und an einen Wettbewerb in Passau teilgenommen.

Der Abschnittswettbewerb in Baureith wurde von der Feuerwehr Schlägl veranstaltet und konnte gut über die Bühne gebracht werden. Es haben 113 Gruppen am Wettbewerb teilgenommen und es wurden großartige Leistungen vollbracht. Besonders zu erwähnen wäre die Schlägler - Gruppe I die mit 444 Punkten die Tagesbestzeit erzielte.

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Am  29. Juni 1975 hat Kamerad Walter Gabriel aus Geiselreith geheiratet und ist dadurch nach St. Peter verzogen. Die Hochzeitsfeier fand in Niederwaldkirchen statt an der eine große Abordnung der Schlägler Feuerwehrkameraden teilnahm.

Die Feuerwehr Schlägl hat im Jahre 1975 eine Altpapier und Altglassammlung durchgeführt .

Das Altpapier wurde in die Papierfabrik Pürnstein gebracht und das Altglas in eine Deponie bei Jauker in der Berndlmühle.

Am 7. Dezember 1975 wurde in der Brauerei Schlägl ein Kameradschaftsabend abgehalten. Der Abend war gut besucht. Es wirkten mit: Wagner Hermann, Zieharmonika, ein Gesangstrio aus Hundbrenning, humoristische Einlagen brachte Kassier Lanzerstorfer und Kamerad Josef Groiß. Als Gäste waren anwesend: Hr. Bgm. Gierlinger mit Frau.

 

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ZEITUNG 42

 

1976

 

Am 10. Jänner 1976 hatte unser Kommandantstellvertreter Peter Eisschiel beim Rodelfahren einen schweren Unfall wobei er sich ein Holzstück in den Mastdarm stieß. Ein langer Spitalsaufenthalt und Krankenstand war notwendig. Schwere Operationen mussten durchgeführt werden.

Am 11. Jänner 1976 drang infolge schwerer Regenfälle das Wasser in die Weinstube ein, wobei in den unteren Räumen das Wasser bis zu ½ Meter hoch stand. Die Feuerwehr musste mit einer Elektropumpe das Wasser auspumpen. Sieh Foto

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Am 7. Februar 1976 fand im Hotel Almesberger der Schlägler Feuerwehrball statt. Zwei Wochen später veranstaltete die Feuerwehr in der Hoftaverne Schlägl ein Faschingsmaskenkränzchen, welches nicht besonders gut besucht war, es war aber die unterhaltsamste Veranstaltung, die bisher gemacht wurde. Es waren über 50 Masken und die Jury hatte es schwer bei der Prämierung. Jede Maske bekam eine kleines Geschenk. Die Musik besorgte das Altenfeldner-Trio unter der Leitung des Herrn Eiterer. Zur Belustigung hat noch ein Ratespiel beigetragen. In einem 5 Liter Glas waren 10 Groschen Stücke, die zum erraten waren. 1. Ein Gitterbett, 2. Ein Fass Bier, 3. Ein Saukopf

 

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Die Jahreshauptversammlung wurde am 21. März 1976 in der Hoftaverne Schlägl abgehalten, bei der dem neuen Ehrenmitglied Tischlermeister Josef Groiß in Baureith 5 die Ehrenurkunde überreicht wurde.

Die Baureither Gruppe und die Jugendgruppe haben wieder an einigen Wettbewerben teilgenommen, waren aber in diesem Jahr nicht so erfolgreich wie in den Vorjahren. 1976 waren folgende Brandeinsätze notwendig:

21. April 1976 Waldbrand in Mitterreith (Sonnleitner)

9. Mai 1976 Waldbrand in Mitterreith (Siegl)

15. September 1976 Brand in der Scheune des Herbert Kepplinger in Natschlag 8, hervorgerufen durch Kurzschluss beim Gebläsemotor. Der Brand konnte noch vom Nachbarn (Pichler, Mandl) in Schach gehalten werden, bis die Feuerwehr eintraf. Es konnte ein Großbrand verhindert werden.

23. Dezember 1976 Zimmerbrand bei Frau Schauer in Kerschbaum 14, Brandursache war Kurzschluss im Fernsehapparat oder Kühlschrank.

Am 17. Dezember 1976 fand in der Stiftsbrauerei Schlägl erstmals eine Weihnachtsfeier, veranstaltet von der Feuerwehr Schlägl, statt. Die Weihnachtsfeier war gut besucht. Auch die Frauen nahmen an der Weihnachtsfeier teil. Ehrengäste waren Bgm. Gierlinger und Herr Wirtschaftsdirektor Dkfm. Adolf Czapek.

 

1977

 

Die Feuerwehr Schlägl veranstaltete am 15. Jänner 1977 im Hotel Almesberger (Gruber) einen Ball, der außergewöhnlich gut besucht war. Ein voller Erfolg war das von der Feuerwehr veranstaltete Maskenkränzchen, dasam 12. Februar 1977 in der Hoftaverne Schlägl stattfand. Es haben 120 maskierte und über 200 unmaskierte Besucher teilgenommen. Der Ausschank erfolgte in Eigenregie.

Am 1. Jänner 1977 war im Wochenendhaus des Robert Neßl in Kerschbaum 19 ein Brandeinsatz notwendig. Der Brand entstand in der Holzwand durch die ein Rauchrohr führte. Technische Einsätze waren 1977 sechs, meist Pumparbeiten. Im Jahre 1977 haben sich folgende Feuerwehrmänner verehelicht:

23.4.77  Sonnleitner Fritz, 30.4.1977  Gruber Franz und am 14.5.77  Wax Rudolf.

 

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Die Wettbewerbsgruppe und die Jugendgruppe haben wieder an einigen Wettbewerben teilgenommen und hierbei schöne Preise errungen. Beim Landeswettbewerb in Kremsmünster erreicht die Schlägler-Gruppe einen 2. Rang (Silber) was bei über 1000 teilnehmenden Gruppen einen ganz großen Erfolg darstellt. Bei einem Leistungswettbewerb in Passau machte die Schlägler-Gruppe das Bayrische Leistungsabzeichen in Silber. Nachdem vom Amt der OÖ. Landesregierung Altglasbehälter aufgestellt wurden, hat die Feuerwehr die Altglassammlung eingestellt und die Glasdeponie bei Erhard Jauker aufgegeben.

Am 1. Oktober 1977 unternahm die Feuerwehr Schlägl einen Ausflug dach Retz.

 

1978

 

Der diesjährige Feuerwehrball fand am 7.Jänner 1978 im neu errichteten Vereinshaus in Aigen statt, und es konnte wieder ein überaus guter Besuch verzeichnet werden. Das Maskenkränzchen in der Hoftaverne am 3. Februar 1978war ebenfalls wieder ein guter Erfolg. Jene Feuerwehrmänner die schon 5 mal am Landeswettbewerb teilgenommen haben erhielten bei der Abschnittstagung am 22. Jänner 1978 in Klaffer die Bezirksmedaille in Bronze. Es sind dies: Eisschiel Peter, Felhofer Franz, Felhofer Robert, Groiß Josef, Öppinger Peter, Öppinger Karl, Reischl Gerhard, Sonnleitner Fritz und Gruber Franz. Aufgrund der guten Leistungen beim Landeswettbewerb 1977 wurde die Wettbewerbsgruppe von Schlägl zum Bundeswettbewerb der von 1. – 3. 9. 1978 in Wr. Neustadt stattfand, eingeladen. Die Gruppe konnte dort in Silber antreten und erreichte den 53. Platz. Also ein guter Platz im Mittelfeld.

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v.l.n.r.: Felhofer Robert, Felhofer Franz, Öppinger Karl, Eisschiel Peter, Brendner Ewald, der wegen Knöchelverletzung nicht antreten konnte, Kdt. Eisner, Öppinger Peter, Gruber Franz und Groiß Josef. Fritz Sonnleitner hat fotografiert und fehlt daher auf dem Bild. Auf der Fahrt nach Wr. Neustadt.

Am Sonntag den 9. Dezember 1978 fand in Haslach die Wahl des Bezirksfeuerwehrkommandanten und die Wahl der Abschnittsfeuerwehrkommandanten statt.

Als Bezirksfeuerwehrkommandant wurde Oberbrandrat Othmar Kepplinger wieder gewählt.

Auch die Abschnittsfeuerwehrkommandanten des Abschnittes Rohrbach Br. Kraml, des Abschnittes Lembach Br. Traxler und des Abschnittes Neufelden Br. Ing. Hartl wurden wiedergewählt. Abschnittsfeuerwehrkommandant Br. Reingruber vom Abschnitt Aigen hat nicht mehr kandidiert und es gab für die Neuwahl zwei Vorschläge.

  1. Karl Schiffner Kdt. von Aigen und
  2.  Herbert Eisner Kdt. von Schlägl.

Zum neuen Abschnittsfeuerwehrkommandanten des Abschnittes Aigen wurde Kdt. Eisner Herbert mit 8 zu 1 Stimme gewählt.

Unser Kommandant ist nun auch Abschnittskommandant.

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Von unserer Feuerwehr – Theatergruppe wurde im Dezember 1978 das Lustspiel „der scheinheilige Florian“ im Vereinshaussaal in Aigen i. M. aufgeführt. Diese Theater Aufführung war für die Freiwillige Feuerwehr Schlägl ein voller Erfolg. Es wirkten folgende Feuerwehrmänner mit:

Felhofer Alfred, Pichler Franz, Gruber Franz, Steidl Leopold, Groiß Josef, Brendtner Ewald und Traxler Edwin von Julbach.

Weiters wirkte mit:

Frau Ulli Jauker, Irmgard Pichler und Ingrid Hussinger.

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Sitzend v. l. n. r. :

Steidl Leopold(Amtsdiener),Jauker Ulli(GR Anna Klara), Pichler Franz(Bürgermeister Florian), Pichler Irmgard(Haushälterin Cilli)

Stehend:

Gruber Franz( GR und Wirt Kilian), Hussinger Ingrid (Souffleuse), Felhofer Alfred(Regie), Traxler Edwin( GR Zacharias), Brendtner Ewald(GR Loisl), Groiß Josef(Pader)

Brandeinsätze oder sonst größere Einsätze waren im Jahre 1978 nicht notwendig. Die Feuerwehr Schlägl wurde imJahre 1978 zu sechs Technischen Einsätzen, hauptsächlich Kanalspüllungen, gerufen.

Für die Feuerwehr Schlägl wurde ein Funkgerät angekauft.

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1979

 

Am 8. Mai 1979  feierte das Gründungsmitglied Josef Gruber und am 24. Mai 1979 das Gründungsmitglied Franz Resch, beide aus Geiselreith, den 80. Geburtstag.

Die Gemeinde Schlägl und die Feuerwehr gratulierten den Jubilaren

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Am 28. Und 29. Juli 1979 hat der Reitklub Böhmerwald in Schlägl ein Reit und Springturnier mit Landesmeisterschaft abgehalten, wobei die FF -Schlägl die Kassierung übernommen hat.

An Veranstaltungen hat die Feuerwehr Schlägl im Jahre 1979 durchgeführt:

Am 13.1.1979 den Ball im Vereinshaus und am 23.2.1979 das Maskenkränzchen in der Weinstube.

Brandeinsätze waren 1979 nicht erforderlich, jedoch mehrere Technische Einsätze.

Im Oktober 1979 wurde ein neues Löschfahrzeug bestellt, welches im April 1980 ausgeliefert wird.

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1980

 

Im März 1980 wurde das neue Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung Type LF-8 Mercedes Benz 409 ausgeliefert und am Florianisonntag den 4. Mai 1980 fand die Fahrzeugweihe und die Übergabe an die Feuerwehr statt.

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Die Jahreshauptversammlung fand am 30. März 1980 im Exkursionsraum der Stiftsbrauerei  Schlägl statt. Es haben 51 Feuerwehrmänner und als Gäste Bgm. Gierlinger und Direktor Czapek teilgenommen.

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Am Sonntag den 4. Oktober 1980 brach im Hause Andraschko in St. Oswald ein Brand aus. An der Brandbekämpfung beteiligte sich auch die Feuerwehr Schlägl.(Brandursache Kinderzündelei)der Brand ist um ca. 14 Uhr ausgebrochen.

Am Dienstag den 30. Dezember 1980 heulte um 18 Uhr die Sirene und die Feuerwehr rückte zur Bekämpfung eines Brandes in Lichtenberg, Gemeinde Ulrichsberg, aus. Wieder haben spielende Kinder den Brand verursacht. Es brannte das Wirtschaftsgebäude der Land und Gastwirtes (Pfoser) bis auf die Grundmauer nieder. Die beiden Wohngebäuden und das Nachbarobjekt konnten durch den Einsatz zahlreicher Feuerwehren von den Flammen gerettet werden. Über 30 Stück Vieh und ein teil der Landw. Maschinen konnte ausgebracht und in Sicherheit gebracht werden. Erwähnenswert für das Jahr 1980 ist noch, das die Feuerwehr Schlägl beim Brauereifest(400 Jahrfeier) und beim fest der Bürgergarde (ebenfalls 400 Jahrfeier)vom 14- 17-8.1980 Ordnungsdienste und Kassier dienste versah und somit einen wesentlichen Beitrag zum gelingen der beiden Feste leistete.

Der Feuerwehrkamerad Rupert Reiter hat am 15.11.1980 auf das Bauernhaus Gabriel(Grinninger in Geiselreith) geheiratet und den Familiennamen Gabriel angenommen.

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1981

 

Der traditionelle Feuerwehrball hat am 10.1.1981 und das Maskenkränzchen

 am 21. Februar 1981, beide im Vereinshaus Aigen stattgefunden.

Vom Freitag 19.6.1981 bis Sonntag 21.6.1981 hat die Feuerwehr Schlägl in der Scheune des Kamerad Josef Jauker ein „Stadlfest“ veranstaltet. Freitag „Tag der Betriebe und Feuerwehren“. Es konzertierte die Musikkapelle Aigen. Samstag „Stadlgaudi“ mit den Ischler Buam und Karl Greil. Am Sonntag ging es nach der Fronleichnamsprozession um 11 Uhr mit der Musikkapelle Peilstein wieder los. Ab 15 Uhr konzertierte die Musikkapelle St. Oswald und am Abend war großer Tanzabend mit den „Oswalder Buam“, ein ganz hervorragende Tanzkapelle. Der Besuch dieser Veranstaltung war wegen des kühlen Wetters eher mäßig.

Trotzdem konnte die Feuerwehr  einen guten erfolg verbuchen. Aus dem Reinertrag wurden  S 5.000.- für Behinderte Kinder gespendet( Gabriel Oberhaag und Gabriel St. Ulrich)

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Am 10.8.1981 feierte das jüngste noch lebende Gründungsmitglied Kamerad Leopold Kepplinger seinen 80. Geburtstag. Zur Gratulation haben sich sie Kommandomitglieder Kdt. Eisner, Stv. Eisschiel, Zeugw. Andexlinger, Schriftführer Wöss und Bgm. Gierlinger eingefunden. Kepplinger war viele Jahre Kdt. Stv.

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Vom 8 bis 29.12 1981 führten  Mitglieder  der Freiw. Feuerwehr  Schlägl wieder ein Theater im Vereinshaus in Aigen auf. Gespielt wurde das dramatische Volksstück in vier Akten von Franz Hayn „der Schuss am Bannwald“ es wirkten mit die Feuerwehrkameraden Josef Groiß, Franz Pichler, Leo Steidl, Franz Gruber, Fritz Sonnleitner und Edwin Traxler. Die weibliche Darsteller waren: Ulrike Jauker, Erna Pfeil, Irmgard Pichler und Heidi Öppinger.

Souffleur Peter Eisschiel.

Einstudierung Ing. Josef Moser, Gesamtleitung Kdt. Herbert Eisner.

Die ersten fünf Vorstellungen waren nur mäßig besucht, die letzte Vorstellung jedoch sehr gut.

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v. l. n. r. sitzend:

Heidi Öppinger, Erna Pfeil, Ulrike Jauker, Leo Steidl, Irmgard Pichler

Stehend:

Herbert Eisner, Edwin Traxler, Fritz Sonnleitner, Josef Groiß, Franz Pichler, Josef Moser, Franz Gruber, dahinter Peter Eisschiel.

 Im Jahre 1981 waren zwei Brandeinsätze und zwar: am 4.4.1981 18 Uhr 47 Brand in Sägespäne Silo der Fa. Lindorfer in Schlägl, Baumgartenmühle. Eingesetzt waren 47 Mann der Feuerwehren Schlägl und Aigen.

Am 14.4.1981 brannte die Holzabdeckung einer Gartenmauer hinter der Stiftgärtnerei Schlägl Einsatz 11 Uhr 45 bis 12 Uhr 45 Mann:11

Technische Einsätze waren 1981 acht, Kanalspülungen, Stromversorgungen, Pakuraufbauen, Kassierungen.

Am 15.10.1981 konnte die neue Löschwasseranlage in Unterneudorf seiner Bestimmung übergeben werden. Ein Jahr zuvor wurde der sich im Garten des Landwirtes Ludwig Grinninger(früher Schneeberger) befindliche Löschteich von Grinninger zugeschüttet, da der Teich nicht mehr dicht war. Eine Reparatur war zu aufwendig und man hat sich daher entschlossen, auf dem Grund vom Leitenmüller Rudolf einen geduckten Löschwasserbehälter zu bauen. Die Hausbesitzer mussten je S 2.000.- bezahlen, Grinninger zusätzlich die Kosten für das Ausbaggern, S 10.600.-.

Am 19.9.1981 gab es im Stift Schlägl hohen Besuch aus München und Passau. Landräte und hohe Feuerwehrfunktionäre besuchten die Ausstellung im Stift Schlägl. Begrüßt wurden die Gäste von der Gardemusik Aigen i. M .

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1982

 

 

Im Fasching wurden wieder der Feuerwehrball und das Maskenkränzchen im Vereinshaus in Aigen mit großen Erfolg abgehalten. Kommandant Herbert Eisner hat im Februar des Jahres einen Herzinfarkt erlitten und ist erst ende Mai wieder aus dem Sanatorium zurückgekehrt. Durch die Krankheit des Kommandanten war es nicht möglich, die Jahreshauptversammlung zur gewohnten Zeit im März abzuhalten, sie wurde daher am 1.8.1982 in der Garage des Kameraden Robert Schmidinger in Natschlag durchgeführt, wo anschließend ein Kotlettbraten stattfand an dem auch die Frauen teilnahmen. Ganz im Zeichen des 60 – jährigen Bestandes des Freiw. Feuerwehr Schlägl stand das Hallenfest in der Betriebshalle der Tischlerei Groiß in Baureith am 11. Und 12. September 1982.

Am Samstag den 11.9.1982 war Tanzabend mit den Koglerbuam und  Koglerdirndln,

am Sonntag Vormittag war Feldmesse in der Halle, anschließend Festakt, anschließend des

60 – jährigen Bestandes und Frühschoppen mit der Musikkappelle St. Oswald. Am Nachmittag war die Volkstanzgruppe Aigen auf der Bühne. Am Abend spielten die Bergbuam zum Tanz auf. Dadurch das die Barmherzigen Schwester von Schlägl weggezogen sind, ist die Wohnung im Feuerwehrzeughaus frei geworden. Zwei Räume dieser Wohnung hat Frau Rosa Rauscher bekommen und zwei Räume, aus denen einer gemacht wurde konnte sich die Feuerwehr als Vereinslokal bzw. Schulungsraum einrichten.

Das Jahr 1982 war für die Feuerwehr Schlägl ein sehr Erfolgreiches Jahr, doch war durch den Tod von vier Kameraden ein schatten über die Feuerwehr gebreitet.

Am 23. Mai 1982 starb Franz Schmidinger im 86. Lebensjahr, er war Gründungsmitglied .

Am 24. Juni 1982 starb Kamerad Johann Felhofer aus Natschlag im 67. Lebensjahr.

Am 28. Juni 1982 starb Kamerad Franz Pichler aus Schlägl im 71. Lebensjahr.

Am 31. Juli 1982 starb Kamerad Josef Gruber Geiselreith im 83. Lebensjahr (Gründungsmitglied)

 

1983

 

Am 26. März 1983 fand im Exursionsraum der Stiftsbrauerei Schlägl die Jahreshauptversammlung statt und anschließend wurden die Feuerwehrwahlen durchgeführt.

Aus dem bisherigen Feuerwehrkommando sind Freiwillig ausgeschieden:

Schriftführer Josef Wöss nach 30 jähriger Tätigkeit und Kassier Hermann Lanzerstorfer nach 20 jähriger Tätigkeit. In das neue Feuerwehrkommando wurden gewählt:

Als Kommandant:           BR Herbert Eisner           mit 41 zu  10 Stimmen

Als Kdt. Stellvertreter :         Peter Eisschiel           mit 45 zu  06 Stimmen

Als Zeugwart:                       Adolf Andexlinger     mit 50 zu  01 Stimmen

Als Schriftführer:                  Leopold Steidl           mit 48 zu  03 Stimmen

Als Kassier:                           Franz Schiffler           mit 37 zu  14 Stimmen.

 

Am 28. Mai 1983 machte die Feuerwehr Schlägl einen Eintagesausflug nach Furth am Walde(BRD). Das dort besichtigte wunderschöne Feuerwehrhaus bringt uns auf die Idee, auch in Schlägl eine Bildergalerie anzulegen, auf denen die Feuerwehrkommandanten von Schlägl seit der Gründung verewigt werden. Beeindruckt bei diesen Ausflug war die Vorführung des Feuerspeienden Drachens von Furt am Walde.

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1984

 

Das Jahr 1984 hat mit traurigen Anläßen begonnen. Bereits am 1. Jänner 1984 ist unsere Spritzenpatin Frau Christine Jauker im 59. Lebensjahr verstorben.

Am 18. Jänner 1984 starb Altlandeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner, ein Freund und Gönner der Feuerwehr OÖ.

Die beiden Gründungsmitglieder , Leopold Kepplinger verstarb am 12. Februar 1984 im 82. Lebensjahr und Franz Resch am 24. März 1984 im 84. Lebensjahr.

Am 30. März 1984 fand im Schulungsraum des Feuerwehrzeughauses die Jahreshauptversammlung statt, bei der der Kassier Franz Schiffler aus Beruflichen Gründen sein Amt zurücklegte und Franz Felhofer Baureith 11, zum neuen Kassier gewählt wurde.

Wahlergebnis: 42 Stimmen für Felhofer und 5 Stimmen für Groiß Josef.

Nach der Florianiausrückung  am 6. Mai 1984 wurde ein Gruppenfoto

 aufgenommen. Diese Foto wurde auch in das Österr. Feuerwehrbuch aufgenommen.

BILD 61 Feuerwehrfoto am 6. Mai 1984

Sitzend von links: Lanzerstorfer Hermann, Steidl Leopold jun., Andexlinger Adolf sen., Eisner Herbert sen., Bgm. Gierlinger, Eisschiel Peter sen., Felhofer Franz, Wöss Josef

Stehend 1. Reihe: Gabriel Franz, Gruber Franz, Filnkössl Jochen, Wagner Willi, Plöderl Markus, Eisschiel Peter jun., Veit Dietmar, Eisner Herbert jun., Barth Wolfgang, Märzinger Robert, Nigl Walter, Filnkössl E., Wöss Adolf, Jauker Josef.

Stehens 2. Reihe: Groiß Josef, Pichler Franz, Gabriel Franz, Felhofer Alfred, Felhofer Rudolf, Felhofer Robert, Wöss F., Wöß A., Schmidinger Josef, Gabriel Rupert.

Stehend 3. Reihe: Barth Rudolf, Wöss L., Fuchs Alois, Schmidinger Robert, Kickinger Eduard, Steidl Leopold sen., Wiesinger Alfred, Schiffler Rudolf, Reischl Gerhard, Traxler Edwin.

Stehend 4. Reihe: Grübl Johann, Grausgruber Günter, Stadlbauer  Josef, Felhofer Robert,  Sonnleitner Friedrich, Öppinger Peter, Wöss Alois, Arnoldner Martin, Schiffler Günter, Fessl Wolfgang, Mathe Christian.

Stehend 5. Reihe: Pröll Franz, Andexlinger Adolf jun., Brendtner Franz, Groiß Günter, Brendtner Ewald, Wöss Josef, Schiffler Franz, Höglinger Werner, Wöss Josef, Wöss Norbert, Wöss Ewald.

Im Rahmen einer kleinen Feier wurden am 19.10.1984 einige Feuerwehrkameraden geehrt. Bezirkshauptmann Dr. Alfred Hable überreichte im Auftrag der Landesregierung  Herrn Bürgermeister Alois Gierlinger die Urkunde für das Feuerwehrverdienstkreuzes III. Stufe.

Mit der Dienstmedaille für 25 jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr zeichnet der Bezirkshauptmann die Kameraden BR Herbert Eisner, BI Hermann Lanzerstorfer und

HBM Rudolf  Barth aus. Anschließend verlieh Bezirksfeuerwehrmann OBR Othmar Kepplinger gemeinsam mit Herrn Bezirkshauptmann den beiden Feuerwehrkameraden

OBI Eisschiel Peter und AW Adolf Andexlinger die Bezirksmedaille in Silber.

BILD  62 Ehrung 1984

Sitzend v. l. n. r.: OBR Kepplinger, BH Dr. Hable, Bgm. Gierlinger

Stehend v. l. n. r.: HBM Barth, OBI Eisschiel, BI Lanzerstorfer, BR Eisner

 

1985

 

Im Anschluss an die Florianimesse, die bereits am 28. April 1985 in der Stiftskirche erfolgte, fand ein Festakt mit der Überreichung der Ehrenmitgliedschaft an dem Hochw. Herrn Abt Dip. Ing. Florian Pröll im Vereinshaus Aigen statt. Diese Feier, an der auch die Kameraden der Freiw. Feuerwehr Aigen teilnahmen, wurde von der Gardemusik Aigen – Schlägl musikalisch umrahmt.

BILD 63

Ab 1985 wird der Florianikirchgang  gemeinsam mit der Feuerwehr Aigen abwechselnd in Schlägl und in Aigen abgehalten.

Am 7. Und 8. September 1985 fand ein Zweitagesausflug nach Kärnten statt.

Ein außergewöhnliches Fest veranstaltete die Feuerwehr Schlägl

 vom 20. Bis 22. September 1985 in der Norbertushalle.

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Die beiden Doppelliterkrüge wurden von Deutschen Touristen mitgenommen, wobei mir einer bezahlt wurde.

 

1986

 

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Ganz besonders gut besucht war das Feuerwehrkränzchen am 7. Februar 1986 im Vereinshaus. Das Maskenkränzchen der Freiwilligen Feuerwehr Schlägl wird schon seit vielen Jahren mit großen Erfolg durchgeführt und kann als die beliebteste Faschingsveranstaltung bezeichnet werden.

Ein großer Freund und Gönner der Feuerwehr OÖ., wirklicher Hofrat Dr. Lelio  Spannocchi , ehemaliger Bezirkshauptmann von Rohrbach, ist am 15. März 1986 gestorben.

Erstmals wurde vom 1. Bis 4. Mai 1986 im Gasthaus Mathe(Brei) ein Preiskegeln veranstaltet.

Am Sonntag den 6. Juli 1986 fand in der Betriebshalle Jauker ein ausgedehnter Frühschoppen statt, zu dem auch die Bevölkerung geladen war.

Der langjährige Abschnittsfeuerwehrkommandant von Aigen, OBR Karl Reingruber ist

am 6. August 1986 gestorben. Reingruber war in den letzten Jahren in Aschach wohnhaft.

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1987

 

In diesem Jahr wurde ein großer, schon sehr dringend notwendiger Umbau im Feuerwehrhaus vorgenommen. Die hinzu angefallenen Kosten für Umbau und Innenausstattung haben sich auf S 93.543,10.- belaufen.

Besonders zu erwähnen sind dabei die Kameraden der Feuerwehr geleisteten 520 freiwilligen Arbeitsstunden.

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Am 25.April 1987 fand ein Tagesausflug in die Bundeshauptstadt Wien mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und der modernsten Berufsfeuerwehr Europas statt.

Beim Brandeinsatz am 26. April 1987 in der Baumgartenmühle Lindorfer beteiligten sich 15 Mann unserer Feuerwehr bei der Feuerbekämpfung und leisteten dabei 105 Einsatzstunden.

Mit 15. September 1987 legte OBR Kepplinger Othmar seine Stelle als Bezirksfeuerwehrkommandant des Bezirkes Rohrbach zurück. Bis zur Durchführung der Neuwahlen wird Herr BR Ing. Stefan Hartl aus St. Peter mit der Weiterführung der Geschäfte beauftragt.

In diesem Jahr 1987 standen 17 technische Einsätze ins Haus, bei welchem 78 Kameraden in 373 Arbeitsstunden eingesetzt waren.

 

1988

 

Der Neuwahl der Bezirksfeuerwehrkommandant am 9.1.1988 stellte sich neben HBI Fritz Hauer aus Rohrbach auch unser Kommandant Abschnittskdt. Herbert Eisner. Zum Bezirkskommandanten wurde Fritz Hauer gewählt.

Die diesjährige Jahreshauptversammlung  fand am 12. März 1988 im Haagerhof statt, bei der auch die Feuerwehrwahlen durchgeführt wurden. Freiwillig aus dem Kommando ist Kassier Felhofer Franz ausgeschieden.

Folgendes Feuerwehrkommando wurde gewählt:

Als Kommandant:             BR Eisner Herbert                     mit 49 zu 06 Stimmen

Als Kdt. Stellvertreter:      OBI Eisschiel Peter                   mit 47 zu 08 Stimmen

Als Zeugwart:                    AW Andexlinger Adolf            mit 53 zu 02 Stimmen

Als Schriftführer:               AW Steidl Leopold                   mit  52 zu 03 Stimmen

Als Kassier:                        FM Felhofer Manfred               mit 46 zu 09 Stimmen

 

Am 7.4.1988 war die Trockenanlage der Firma Lindorfer wieder einmal Brandeinsatzort. 7 Kameraden waren beim Brandeinsatz und Ausräumungsarbeiten 105 Stunden im Einsatz.

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Der Abschnittswettbewerb des Abschnittes Aigen wurde am Sonntag, den 12. Juni 1988 in Schlägl durchgeführt. Die anschließende Siegerehrung fand auf dem Bewerbsplatz  gegenüber der Norbertushalle Richtung Musikschule statt. Bereits am Samstag wurde eine Vorabendmesse am Betriebsgelände bei der Haltestelle abgehalten, die von der Gardemusik Aigen – Schlägl musikalisch umrahmt wurde. Anschließend wurden Ehrungen und Auszeichnungen an verdiente Feuerwehrkameraden von Bezirksfeuerwehrkommandant Fritz Hauer und Bezirkshauptmann Dr. Karl Winkler vorgenommen.

 

Als großer Erfolg erwies sich das gemeinsam mit dem Tradition.-Brauchtums.-und Geselligkeitvereines Baureith vom 15.-17.7.1988 veranstaltete Zeltfest in Baureith.

War den Veranstaltern Freitag Abend und Samstag der Wettergott nicht besonders gnädig, so ließ am Sonntag der heißersehnte Sonnenschein die Nähte des Festzeltes vor Besuchern schier platzen.

An der großen Herbstübung des Abschnittes Aigen am 5.11.1988 nahmen sämtliche dazugehörige Wehren teil. Als Brandobjekt hat man die Wahlfahrtskirche St. Wolfgang gewählt.

 

Nicht weniger als 25 technische Einsätze waren in diesem Jahr zu verzeichnen. Dabei standen 107 Mann in 448 Stunden im Einsatz. Erwähnenswert ist hier der große Öleinsatz

 vom 19.10. bis 4.11.1988 bei der Baustelle Brücke Berndlmühle, an der ein Baufahrzeug in der großen Mühl ca. 200 Liter Hydrauliköl verloren hat. Allein bei diesem Einsatz standen vom errichten von Ölsperren in der Baumgartenmühle, bei der Schlägler Wehr, beim E-Werk des Stiftes Schlägl und beim Einsetzen und Abschöpfen von Ölbindemittel 32 Kameraden in 142 Arbeitsstunden im Einsatz.

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1989

 

Das Bezirksfeuerwehr – Eisschützenturnier fand am Samstag den 11. Februar 1989 erstmals in Schlägl statt. Bei ausgezeichnetem Wetter ging diese Veranstaltung auf den schönen Eisbahnen am Glashüttenteich reibungslos über die Bühne. An diesem Turnier nahmen 23 Moarschaften teil. Der Wanderpokal des Bezirkes holte sich die Feuerwehr Kasten, die im Finale die Schützen der FF Feuchtenbach mit 19:5 Punkten in die Knie zwangen.

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Ein schöner zwei tage Ausflug am 2. Und 3. September 1989 führte in die Südsteiermark. Als Ziele dieser Fahrt wurden das Lipizanergestüt Piber, eine Fahrt durch die Weinstraße  und die Besichtigung des Freilichtmuseum Stübing angereist.

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In diesem Jahr mußte unsere Feuerwehr zu 18 technischen Einsätzen ausrücken. 55 Mann standen dabei mit 2887 Stunden im Einsatz. Ein Küchenbrand bei Fam. Kepplinger Franz in Natschlag wurde von 9 Männer unserer Wehr bekämpft.

 

1990

 

5 Brandeinsätze waren in diesem Jahr der negative Höhepunkt. Am 22. März 1990 nahmen 7 Mann unserer Feuerwehr an der Feuerbekämpfung im Saunaraum des Rathauses Aigen teil.

Das Großfeuer am 19.4. 1990 in Oberneudorf äscherte die Anwesen Naderhirn Und Schaubmayr ein.  17 Schlägler Feuerwehrmänner halfen mit, die angrenzenden Höfe vor einem Übergreifendes Feuers zu bewahren.

Am 8. Mai 1990 brannten in Perwolfing das Gebäude des Herrn Stögmüller Peter nieder und es waren hier 10 Mann unser Feuerwehr ausgerückt.

Am 4. Oktober1990 wurde das Anwesen des Herrn Kickinger Eduard in Weichsberg 5 ein raub der Flammen. Den insgesamt 97 Florianerjünger unserer und der umliegenden Feuerwehren ist es zum Glück gelungen, wenigstens das Vieh und den Hausstock zu retten.

Ebenso konnte ein Übergreifen zu den Nachbarhöfen verhindert werden.

Nur wenige Tage später am 15. Oktober 1990, gab es wieder Feueralarm. Diesmal stand der Bauernhof der Fam. Thaller in Hehenberg in flammen. 14 Männer unserer Wehr halfen mit, Wasser aus der Rohrbacher Kläranlage zur Brandstätte zu pumpen.

Bei allen drei zuletzt angeführten Bränden wird als vermutliche Ursache Brandlegung angenommen, die jeweils in einer Vollmondnach gelegt wurden.

 

1991

 

Am Sonntag, den 21. April 1991 fand in Schlägl wieder der traditionelle Florianikirchgang statt. Diese hl Messe wurde  vom Abt des Stiftes Hochw. Herr Mag. Martin Felhofer zelebriert.

Anschließend nahm er  die Segnung der von der Gemeinde übergebenen neuen Pumpe TS Fox vor. Wegen Schlechtwetter mußte die Feierlichkeit anstelle im Stiftshof in der Stiftskirche abgehalten werden.

 

Ein schöner Eintagesausflug wurde am Sonntag den 1.9.1991 durchgeführt und zwar zum berühmten Donaudurchbruch in Kelheim.

In diesem Jahr mußte unsere Feuerwehr zu 13 technischen Einsätze ausrücken. Dabei kamen 53 Mann  in 196 Stunden zum Einsatz. Brandeinsätze waren zwei außerhalb des Pflichtbereiches und zwar in Geretschlag und in Zaglau.

Termine

24.12.2017 09:00
Friedenslicht